Wir haben bereits eine lange Geschichte hinter uns. Das sagt jedes Paar, aber nach einer jugendlichen ersten Liebe und mehreren Jahren Freundschaft gefolgt von bald 13 Jahren Beziehung, denk ich, können wir wirklich auf eine lange gemeinsame Vergangenheit zurückblicken. Und in dieser Zeit haben wir einfach entdeckt, dass wir die gleichen Pläne, Vorlieben, Lebenspläne usw. haben. Seit rund 8 Jahren leben wir zusammen und sind mittlerweile von der jugendlichen ersten eigenen Wohnung in eine eigens finanzierten Eigentumswohnung inkl. 2 Kinderzimmer gezogen.
Wir hatten also genug Zeit und Gelegenheiten, uns unseren eigenen Hausstand aufzubauen und auch sonst ist alles geregelt.
Also, was sollen wir uns von unsere Hochzeitsgästen wünschen? Neben ihrer Anwesenheit und guter Laune ist es in der Regel, dass ein kleines Goodie als Geschenk mitgebracht wird. Doch was, wenn ich schon alles hab und Blumen in den Mengen einfach nicht brauchen kann?
Wir haben lange überlegt, doch eine Sache gibt es, die wir uns wünschen würden: Wir würden gerne auf gemeinsame Flitterwochen gleich nach der Hochzeit fliegen. Da jedoch unser ganzes geplantes Budget für die Hochzeit an sich draufgehen wird, bleibt kein Geld mehr dafür übrig. Daher haben wir uns entschlossen, uns von unseren Gästen nur Geld zu wünschen.
Doch bitte, wie schreib ich das auf die Einladung? Hey, du bist eingeladen, ich würde mich sehr freun, wenn du zu unserer Hochzeit kommen könntest und übrigens, wir wollen Geld von dir?
Also an diesem Text haben wir echt ewig diskutiert, gefeilt und geplant. So richtig happy sind wir nach wie vor nicht, aber wir haben uns auf ein lieb geschriebenes kleines Gedicht geeinigt, das vermittelt, dass wir bereits alles haben und uns daher, wenn gewünscht, über finanzielle Unterstützung für unsere Flitterwochen freuen würden. Aber wie soll man das denn eigentlich wirklich machen? Gibt's dafür einen Masterplan?
Donnerstag, 12. Dezember 2013
Dienstag, 10. Dezember 2013
10% der eingeladenen Gäste kommen nicht
Beim Planen der Gästeanzahl müssen einige Dinge beachtet werden. Wird ein guter Freund eingeladen, sollte der langjährige Partner dazu auch eingeladen werden. Da wir ja kinderfreundlich sind, wollen wir natürlich den eventuellen Eltern auch die Möglichkeit geben, ihre Kinder mit zu nehmen. Und schon wird aus ursprünglich einem gedachten Freund 5 Leute, für die Plätze, Essen und bei Bedarf auch Kinderbetreuung angeboten werden muss. Umgekehrt bedeutet das aber auch, sollte diese Familie wegen eines anderen Termins nicht können, sind schon schubs 5 Leute weniger auf der Gästeliste. Solche Zahlen sind nicht zu unterschätzen.
Wir haben uns auf eine Traumzahl geeinigt, dabei sind alle liebsten Menschen, die wir gern haben und ein statistischer Prozentsatz abgezogen. Laut mehreren Angaben im Netz, Literatur und Hinweise von bereits Verheirateten können ca. 10% der eingeladenen Gäste nicht kommen. Wir haben also unsere Liebsten zusammengezählt und dann 10% abgezogen, das wird nun unsere offizielle Gästezahl werden. Ob das dann eh passt, pf, keine Ahnung. Was solln wir machen, wenn 4 Menschen nicht können, doch ihren Anhang auch nicht mitbringen, schon sind 20 Leute weg. Und was sollen wir machen, wenn alle / fast alle kommen? Dann brauchen wir wohl einen zusätzlichen Tisch, was bei der Feier auf Kosten der Tanzfläche sein wird... So richtig wohl fühle ich mich mit diesen angenommenen Zahlen nicht, ich hoffe, dass sich bald klärt, wie viele Menschen wirklich kommen werden, immerhin muss die Planung ja weitergehen.
Wir haben uns auf eine Traumzahl geeinigt, dabei sind alle liebsten Menschen, die wir gern haben und ein statistischer Prozentsatz abgezogen. Laut mehreren Angaben im Netz, Literatur und Hinweise von bereits Verheirateten können ca. 10% der eingeladenen Gäste nicht kommen. Wir haben also unsere Liebsten zusammengezählt und dann 10% abgezogen, das wird nun unsere offizielle Gästezahl werden. Ob das dann eh passt, pf, keine Ahnung. Was solln wir machen, wenn 4 Menschen nicht können, doch ihren Anhang auch nicht mitbringen, schon sind 20 Leute weg. Und was sollen wir machen, wenn alle / fast alle kommen? Dann brauchen wir wohl einen zusätzlichen Tisch, was bei der Feier auf Kosten der Tanzfläche sein wird... So richtig wohl fühle ich mich mit diesen angenommenen Zahlen nicht, ich hoffe, dass sich bald klärt, wie viele Menschen wirklich kommen werden, immerhin muss die Planung ja weitergehen.
Freitag, 6. Dezember 2013
Fremde Pfarrer unerwünscht
Ich hatte so meine Schwierigkeiten mit dem Glauben, das geb ich gerne zu. Aber in meiner Jugend fand ich einen Geistlichen, der mir den zeitgemäßen und lockeren Umgang mit Gott vorstellte und mit dieser Vorstellung lebe ich nun schon seit knapp 15 Jahren. Ja, ich glaube an Gott - nicht den rachsüchtigen, von dir Perfektionismus verlangenden, nachtragenden, sondern den verstehenden, verzeihenden und freundlichen Gott. Daher ist es für mich aber auch wichtig, kirchlich getraut zu werden und den Segen Gottes und unserer Glaubensgemeinschaft zu bekommen.
Doch was machen, wenn die Kirche, mit der du so stark verbunden bist nicht die Kirche deines Wunschpriesters ist?
Tatsache ist, es gibt eine Kirche, die mir sehr wichtig ist. Dieses Gebäude und ich haben eine nun schon 29jährige Vergangenheit und ich wäre sehr traurig, könnte ich nicht in dieser Kirche meinen erwünschten Gottessegen erhalten. Doch der Priester, der mich zum Glauben zurückgeführt hat und meine Neugierde an Religion und die Bedeutung in meinem eigenen Leben erweckt hat, stammt aus einer anderen Pfarrei. Theoretisch ist es möglich, dass mein Wunschpriester uns in meiner Wunschkirche traut, doch ist das mit einigen Schwierigkeiten gepaart. Denn wer sagt schon dem Pfarrer, dass man zwar seine Kirche, nicht aber seine Dienste in Anspruch nehmen will? Ein vorsichtiges Anfragen stößt gleich auf ein ruppiges, aber trotzdem unterschwellig verständnisvolles "Da müsse man noch schaun!". Aber ernsthaft, kannst du dem Pfarrer, der dich in seiner Kirche heiraten lässt sagen, dass du ihn selber nicht haben willst, weil du schon jemanden anderen haben möchtest?
Also nachdem wir uns wirklich wochenlang davor gesträubt haben, haben wirs nun hinter uns gebracht und es fühlt sich echt beschissen an. Es tut mir Leid und ich fühl mich schlecht.
Aber irgendwie hab ich langsam auch das Gefühl, dass meine Schuldgefühle wesentlich stärker als dieVorwürfe Traurigkeit des Pfarrers sind. Vielleicht sind fremde Pfarrer eh nicht soooo unerwünscht. Vielleicht hab ich nur das Gefühl, den zu meiner Kirche gehörenden Pfarrer zu hintergehen...
Doch was machen, wenn die Kirche, mit der du so stark verbunden bist nicht die Kirche deines Wunschpriesters ist?
Tatsache ist, es gibt eine Kirche, die mir sehr wichtig ist. Dieses Gebäude und ich haben eine nun schon 29jährige Vergangenheit und ich wäre sehr traurig, könnte ich nicht in dieser Kirche meinen erwünschten Gottessegen erhalten. Doch der Priester, der mich zum Glauben zurückgeführt hat und meine Neugierde an Religion und die Bedeutung in meinem eigenen Leben erweckt hat, stammt aus einer anderen Pfarrei. Theoretisch ist es möglich, dass mein Wunschpriester uns in meiner Wunschkirche traut, doch ist das mit einigen Schwierigkeiten gepaart. Denn wer sagt schon dem Pfarrer, dass man zwar seine Kirche, nicht aber seine Dienste in Anspruch nehmen will? Ein vorsichtiges Anfragen stößt gleich auf ein ruppiges, aber trotzdem unterschwellig verständnisvolles "Da müsse man noch schaun!". Aber ernsthaft, kannst du dem Pfarrer, der dich in seiner Kirche heiraten lässt sagen, dass du ihn selber nicht haben willst, weil du schon jemanden anderen haben möchtest?
Also nachdem wir uns wirklich wochenlang davor gesträubt haben, haben wirs nun hinter uns gebracht und es fühlt sich echt beschissen an. Es tut mir Leid und ich fühl mich schlecht.
Aber irgendwie hab ich langsam auch das Gefühl, dass meine Schuldgefühle wesentlich stärker als die
Donnerstag, 28. November 2013
Eine Zeitschrift wie die andere
Ursprünglich als Brautkleidhilfe organisiert kann ich nun auf eine recht stattliche Sammlung an Hochzeitszeitschriften blicken. Zur Auswahl stehen unterschiedliche Frisurzeitungen, Hochzeitstortenzeitschriften, Locationzeitschriften, sowie unzählige Hochzeitsmagazine prall gefüllt mit Infos, Tipps und Ideenvorschlägen. Ich muss gestehen, ich genieße es, diese in der Badewanne durch zu stöbern, so manchen Test über meinen Hochzeitstyp oder meine Hochzeitstauglichkeit auszufüllen und kann sogar über die rund 60% Werbeanzeigen in diesen Zeitschriften hinwegsehen. Aber langsam schleicht sich mir ein kleiner Gedanke ein: Ich glaub, es gibt gar nicht so viele Hochzeitsthemen, über die berichtet werden kann. Nach dem 10. Unterwäsche-Check und der 50. Urlaubsempfehlung, der 100. Beschreibung, welcher Brautkleidschnitt zu welcher Figur passt und sämtlichen Pros/Cons zu den Themen Freilufthochzeit, Hund bei Hochzeit, und ähnlich elementar wichtigen Dingen, scheinen sich die Themen doch ein wenig zu wiederholen. Ganz entsetzt und enttäuscht hat mich ein teures und dickes Magazin von Martha Stewart. Erwartet habe ich mir unzählige To-Dos zum schnellen und günstigen Selbermachen, stattdessen musste ich auf unzählige Produktvorstellungen stoßen, immer passend gleich mit den Bestelllinks, selbstverständlich im deutschsprachigem Raum nicht erhältlich. Mir hat dies also genau gar nichts gebracht, außer der Lehre, dass ich nun kein eingeschweißtes Hochzeitsmagazin mehr kaufen werde, sondern zuerst ein wenig durchblätter. Denn noch möchte ich die Magazine nicht aufgeben, vielleicht können sie mir ja noch wichtige Infos geben, z.B. ob ich ein Weißgold- oder Gelbgoldtyp bin...
Freitag, 22. November 2013
Der Brautführer
Wieso geht eigentlich jeder davon aus, dass der leibliche Vater der Brautführer sein wird? Will ich den "letzten Gang als Unverheiratete" mit jemanden gehen, der mit vorgeschrieben wird? Das ist wieder so ein Moment, der in der Kategorie "das gehört sich so/ das muss so sein" zu finden ist. Für mich sollte mein Brautführer derjenige sein, der mich bisher versorgt und großgezogen hat. Zugegeben, ich führe seit rund 8 Jahren mit meinem Schatz unseren gemeinsamen Haushalt, also wäre wohl er die geeignetste Person, aber zuvor hat mich meine Mutter und zwar nur meine Mutter großgezogen. In der Pubertät habe ich meinen Vater für mich wiederentdeckt und genieße selbstverständlich die von mir gewünschten Kontakte, doch es wäre eine Lüge zu behaupten, dass er der geeignete Mensch ist, um mich an meinen Zukünftigen zu übergeben.
Doch immer dieser Druck und diese Erwartungen... Und ich will ja keinen Menschen enttäuschen,. schon gar nicht die, die ich gerne hab...
Ich hab mich jetzt zu etwas Unkonventionellem entschlossen: Ich werde einfach zwei Brautführer haben. Meine Mutter wird mich an meiner linken führen, ganz nahe an meinem Herzen, mein Vater wird mich an meiner rechten führen, so wie es die Konventionen (und er in seinem Brautvaterherzen) erwarten... Das ist die Lösung die ich für mich gefunden habe und mit der ich mich sehr wohl fühle. Mal schaun, was das dann für Getuschel auslösen wird...
Doch immer dieser Druck und diese Erwartungen... Und ich will ja keinen Menschen enttäuschen,. schon gar nicht die, die ich gerne hab...
Ich hab mich jetzt zu etwas Unkonventionellem entschlossen: Ich werde einfach zwei Brautführer haben. Meine Mutter wird mich an meiner linken führen, ganz nahe an meinem Herzen, mein Vater wird mich an meiner rechten führen, so wie es die Konventionen (und er in seinem Brautvaterherzen) erwarten... Das ist die Lösung die ich für mich gefunden habe und mit der ich mich sehr wohl fühle. Mal schaun, was das dann für Getuschel auslösen wird...
Mittwoch, 20. November 2013
Schuhe eingehen
Irgendwo unter diesem elend weiten Reifrock und den gefühlten 20 Schichten Stoff verbergen sich bei mir doch tatsächlich hübsche Schuhe. Man wird sie wohl kaum sehen werden, trotzdem sind sie wunderhübsch und gefallen mir sogar sehr. Auch mein Liebster hat Gefallen an ihnen gefunden, war er doch beim Kaufen sogar selbst dabei.
Obwohl sie nicht so aussehen, sind sie überraschenderweise 10cm hoch und reihen sich daher eher schon in die Liga high-heels als flaches Schuhwerk. Auch wenn sie super bequem sind, müssen diese Hacken daher natürlich auch eingetragen werden. Liest man in Zeitschriften und Netz meist von ca. 2 Wochen Eintragezeit, finde ich dies doch eher unrealistisch. Denn man ehrlich, die Teile sind weiß und Stoff, in meinem Fall Satin, ziehen daher Flecken magisch an und lassen sich zudem wohl kaum wieder genehm reinigen.
Das lässt wohl nur einen Ort zum Eintragen übrig: die eigenen 4 Wände. Da ich aber trotz des langen Flurs und der beachtlichen Größe unserer Wohnung hier wohl kaum genug Kilometer zusammen bekomm, um sie innerhalb von 2 Wochen einzutragen, hab ich beschlossen, sie bei Zeiten schon jetzt immer wieder anzuziehen während ich durch die Wohnung tipple. Also klacker ich seit neuem bei der Hausarbeit, sei es nun dem Staubsaugen, dem Wäsche holen oder Aufräumen mit 10cm Hacken durch die Wohnung. Hoffentlich glauben die Nachbarn unter uns nicht, dass ich unter die HighHeels Fetischisten gegangen bin.
Und damit ich mich an das merkwürdige Tragegefühl gewöhne, hab ichs auch schon mal mit dem mörderriesigen Reifrock probiert...
Obwohl sie nicht so aussehen, sind sie überraschenderweise 10cm hoch und reihen sich daher eher schon in die Liga high-heels als flaches Schuhwerk. Auch wenn sie super bequem sind, müssen diese Hacken daher natürlich auch eingetragen werden. Liest man in Zeitschriften und Netz meist von ca. 2 Wochen Eintragezeit, finde ich dies doch eher unrealistisch. Denn man ehrlich, die Teile sind weiß und Stoff, in meinem Fall Satin, ziehen daher Flecken magisch an und lassen sich zudem wohl kaum wieder genehm reinigen.
Das lässt wohl nur einen Ort zum Eintragen übrig: die eigenen 4 Wände. Da ich aber trotz des langen Flurs und der beachtlichen Größe unserer Wohnung hier wohl kaum genug Kilometer zusammen bekomm, um sie innerhalb von 2 Wochen einzutragen, hab ich beschlossen, sie bei Zeiten schon jetzt immer wieder anzuziehen während ich durch die Wohnung tipple. Also klacker ich seit neuem bei der Hausarbeit, sei es nun dem Staubsaugen, dem Wäsche holen oder Aufräumen mit 10cm Hacken durch die Wohnung. Hoffentlich glauben die Nachbarn unter uns nicht, dass ich unter die HighHeels Fetischisten gegangen bin.
Und damit ich mich an das merkwürdige Tragegefühl gewöhne, hab ichs auch schon mal mit dem mörderriesigen Reifrock probiert...
Samstag, 16. November 2013
Love hurts
Dieses Mal ein kleiner Frustbeitrag, der genauso stark mit Liebe behaftet ist. Mit meinem Schatz hab ich gemeinsam eine Wachshand gestalten lassen, also praktisch in einem Institut einen Abdruck unserer Hand aus Wachs machen lassen. Leider war es nicht möglich, unsere Lieblingshandposition zu gestalten (Den angedeuteten Heiratsantrag durch 2 Hände ausgedrückt) aber die Alternative zeigt etwas viel alltäglicheres: Die Position, die wir tagtäglich mit unseren Händen einnehmen, wenn wir zu zweit unterwegs sind.
Und so nahm mich der Mann, den ich liebe, an die Hand, wie er es seit über 10 Jahren macht und wir beide tauchten ins heißes Wachs. Zunächst in weißes Wachs, das gleich 5 Mal. Ab dem dritten Mal hatte ich so massive Schmerzen, dass sich mein restlicher Körper schmerzerfüllt krümmte und ich gebe zu, hätte er meine Hand nicht gehalten, ich wäre nicht nochmal in die heiße Hölle eingetaucht. Nach einer kleinen Abkühlung im kalten Wasserbad mussten wir nochmal in die Hitze: dieses Mal farbig.
Während mein Liebster es nur unangenehm heiß empfand, fühlte ich, dass meine Schmerzen etwas darüber hinausgingen. Und nachdem wir aus dem Wachsklumpen herausgeschnitten wurden zeigte sich auch meine Befürchtung: Meine Hand war total gerötet, meine Nägel die nächsten 1,5 Tage so empfindlich, dass jede Berührung schmerzte und schließlich bewies die fiese Brandblase auf der Hand, dass es mir doch ein wenig mehr weh tat, als meinem Schatz.
Aber das Ergebnis ist wunderschön und zeigt eine alltägliche und gleichsam liebevolle und fürsorgliche Seite an uns: Unsere beiden Hände, Finger für Finger verschränkt, er mich fest haltend... und das in Wachs verewigt...
Und so nahm mich der Mann, den ich liebe, an die Hand, wie er es seit über 10 Jahren macht und wir beide tauchten ins heißes Wachs. Zunächst in weißes Wachs, das gleich 5 Mal. Ab dem dritten Mal hatte ich so massive Schmerzen, dass sich mein restlicher Körper schmerzerfüllt krümmte und ich gebe zu, hätte er meine Hand nicht gehalten, ich wäre nicht nochmal in die heiße Hölle eingetaucht. Nach einer kleinen Abkühlung im kalten Wasserbad mussten wir nochmal in die Hitze: dieses Mal farbig.
Während mein Liebster es nur unangenehm heiß empfand, fühlte ich, dass meine Schmerzen etwas darüber hinausgingen. Und nachdem wir aus dem Wachsklumpen herausgeschnitten wurden zeigte sich auch meine Befürchtung: Meine Hand war total gerötet, meine Nägel die nächsten 1,5 Tage so empfindlich, dass jede Berührung schmerzte und schließlich bewies die fiese Brandblase auf der Hand, dass es mir doch ein wenig mehr weh tat, als meinem Schatz.
Aber das Ergebnis ist wunderschön und zeigt eine alltägliche und gleichsam liebevolle und fürsorgliche Seite an uns: Unsere beiden Hände, Finger für Finger verschränkt, er mich fest haltend... und das in Wachs verewigt...
Mittwoch, 6. November 2013
Der Dresscode
Dies gehört wohl ganz gut in die Kategorie "Das gehört sich so", "Das macht man so".
Wenn der Wettergott uns gnädig ist und die Temperaturen schickt, die man sich zu der Jahreszeit unseres Hochzeitstermins erwarten kann, dann wird es wohl eine sehr warme Angelegenheit. Und auch wenn die Kirche eine sehr schön große und damit auch kühle Kirche ist, findet die Agape (wahrscheinlich) im Freien statt und die eigentliche Feier in einem alten Schloss, das weder Ventilatoren noch Klimaanlagen kennt. Dank der riesigen Fensterfront werden wir wohl alle eine schön heiße Sommerhochzeit genießen können und so machen wir uns als Festveranstalter natürlich auch Gedanken zum Dresscode und sind uns beide einig, dass wir eigentlich keinen wollen. Wir haben nichts gegen Flip Flops oder kurze Hosen. Gerne sehen wir luftige Kleider und kurze Hemden oder wer will natürlich auch im Shirt oder den Crocs. Einzige Vorgabe bei uns: Keiner soll weißer als ich, die Braut, sein.
Auf den Shitstorm, der auf die Ankündigung folgte waren wir aber zugegebener weise nicht gewappnet. Das können wir nicht machen, das darf bei einer Hochzeit nicht sein. Schicke Kleidung mit fein drapierten Kleidern, schnieken Anzügen und entsprechenden Accessoires sollten schon Plicht sein. Das gehört sich schließlich so.
Doch was gehört sich wirklich? Es ist doch unsere Hochzeit. Wir beide sind sehr leger und kleiden uns wetterentsprechend und angenehm. Wollen wir wirklich unser Fest der Liebe zu einem Schickimicki-Event gestalten, wo wir uns selber niemals wohl fühlen würden?
Wenn der Wettergott uns gnädig ist und die Temperaturen schickt, die man sich zu der Jahreszeit unseres Hochzeitstermins erwarten kann, dann wird es wohl eine sehr warme Angelegenheit. Und auch wenn die Kirche eine sehr schön große und damit auch kühle Kirche ist, findet die Agape (wahrscheinlich) im Freien statt und die eigentliche Feier in einem alten Schloss, das weder Ventilatoren noch Klimaanlagen kennt. Dank der riesigen Fensterfront werden wir wohl alle eine schön heiße Sommerhochzeit genießen können und so machen wir uns als Festveranstalter natürlich auch Gedanken zum Dresscode und sind uns beide einig, dass wir eigentlich keinen wollen. Wir haben nichts gegen Flip Flops oder kurze Hosen. Gerne sehen wir luftige Kleider und kurze Hemden oder wer will natürlich auch im Shirt oder den Crocs. Einzige Vorgabe bei uns: Keiner soll weißer als ich, die Braut, sein.
Auf den Shitstorm, der auf die Ankündigung folgte waren wir aber zugegebener weise nicht gewappnet. Das können wir nicht machen, das darf bei einer Hochzeit nicht sein. Schicke Kleidung mit fein drapierten Kleidern, schnieken Anzügen und entsprechenden Accessoires sollten schon Plicht sein. Das gehört sich schließlich so.
Doch was gehört sich wirklich? Es ist doch unsere Hochzeit. Wir beide sind sehr leger und kleiden uns wetterentsprechend und angenehm. Wollen wir wirklich unser Fest der Liebe zu einem Schickimicki-Event gestalten, wo wir uns selber niemals wohl fühlen würden?
Sonntag, 13. Oktober 2013
Die erste Hochzeitsmesse
Hochzeitsmessen dienen ja dazu den uninformierten Brautleuten, Informationen für mögliche Dienstleitungen oder Attraktionen zu erhalten. Wir waren nun auf unserer ersten Hochzeitsmesse, die absichtlich ein wenig dezenter gewählt wurde. Es war zwar eine relativ umfangreiche Messe, jedoch nicht zu überladen und ich hatte das Gefühl, dass sich jeder Aussteller für mich Zeit nehmen konnte. Zwar habe ich sämtliche Infos aufgesaugt und auch brav alle Flyers eingesteckt, aber da wir nun doch schon so weit mit der Hochzeit sind, war es für mich eher eine Art Aussprechteln des Zusatzangebotes, das ich noch buchen könnte, sollte uns noch Geld bei unserem Finanzplan übrig bleiben. Aber ich hab einiges sehen können und auch ein paar Ideen sammeln, alles in allem eine gute Möglichkeit sich zu orientieren, besonders, wenn man noch nicht so viel Ahnung von der eigenen Planung hat. Und achja, nebenbei hab ich meine Sängerin und eine mögliche Richtung meiner Hochzeitsfrisur entdeckt! Und einen günstigen Schleier um 5€, der kaputt gehen kann für... nun ja, das verrat ich nicht. Ein bisschen geheimnisvoll muss ich mich ja schon noch geben...
Mittwoch, 2. Oktober 2013
Wenn aus Freunden Professionisten werden
Eine Hochzeit ist eine ideale Gelegenheit, um die Menschen, die man liebt, in eine wunderschöne und großartige Sache zu inkludieren. Und so kann die künstlerische Freundin die Hochzeitskerze gestalten, die Sängerin verzaubert die Kirchenzeremonie, die hervorragende Bäckerin gestaltet die Hochzeitstorte, der Fotografie begabte Freund geht seiner Passion nach und die graphische Künstlerin kümmert sich um das komplette Layout. Das hat neben dem Vorteil des teilweise günstigeren Preises auch das wunderbare Erlebnis, die Hochzeit mit Menschen gestalten zu können, die sowohl dich und deine Vorstellungen kennen, als auch die machbaren Gegebenheiten ihrer Profession.
Doch aus irgendeinem Grund kann es auch kippen. Was, wenn auf einmal dein Freund zu dir sagt, er macht dir das zu dem ausgemachten Preis nicht. Oder wenn du ohne Kommentar eine höhere Rechnung ausgestellt bekommst?
Darüber gesprochen habe ich nicht, denn als Freundin war ich total irritiert und wusste nicht, wie ich damit umgehen soll. Und inzwischen hat sich der Kontakt nur noch auf die geschäftliche Beziehung meine Hochzeit betreffend reduziert. Ist das nun immer noch mein Freund? Oder spreche ich hier mit einem Professionisten, den ich bezahle?
Doch aus irgendeinem Grund kann es auch kippen. Was, wenn auf einmal dein Freund zu dir sagt, er macht dir das zu dem ausgemachten Preis nicht. Oder wenn du ohne Kommentar eine höhere Rechnung ausgestellt bekommst?
Darüber gesprochen habe ich nicht, denn als Freundin war ich total irritiert und wusste nicht, wie ich damit umgehen soll. Und inzwischen hat sich der Kontakt nur noch auf die geschäftliche Beziehung meine Hochzeit betreffend reduziert. Ist das nun immer noch mein Freund? Oder spreche ich hier mit einem Professionisten, den ich bezahle?
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