Wir haben auf unseren Einladungen eine Deadline angegeben, bis zu der wir um Zu- bzw. Absage bitten, um die weitere Planung angehen zu können. Immerhin freut sich keiner, der unsere Hochzeit mitorganisiert, über eine Zahl, die zwischen sage und schreibe 30 Leuten schwankt! Doch genau so viele Menschen haben sich jetzt kurz vor dem Termin immer noch nicht gemeldet. Theoretisch weiß ich also nicht einmal, ob sie die Einladung überhaupt bekommen haben.
Doch was soll ich jetzt machen? Ist ein Nachfragen unhöflich? Was, wenn ich automatisch annehme, dass keine Antwort einer Absage gleicht, dabei hat die Person gar keine Einladung erhalten - Postwege scheinen für Briefe doch immer wieder sehr beschwerlich zu sein...
Aber was, wenn sich die Person mit dem Nicht-Melden schüchtern und heimlich aus der Affäre ziehen wollte? Dann wäre ein Nachfragen doch ziemlich frech, oder?
Ich glaub ich werde den endgültigen Termin noch abwarten und dann bei den fehlenden Personen/ Familien mal nachfragen... denn es sind nur noch rund 3,5 Monate und langsam würd ichs gern finalisieren...
Donnerstag, 27. Februar 2014
Donnerstag, 20. Februar 2014
Wärst halt an den Strand geflogen
Wieder was aus der Kategorie "Alle anderen wissens besser".
Als ich es gewagt habe, mal mein Leid zu klagen und zu erwähnen, dass ich mich gar nicht mehr so richtig freuen kann, einfach weil sich alle einmischen und uns alles zu Fleiß machen, anstatt uns bei unseren Vorstellungen zu unterstützen, kamen Aussagen, wie wir seien ja selber Schuld und wir hätten halt einfach heimlich heiraten sollen.
Ja, nur wären wir an den Strand geflohen, wie es uns vorgeschlagen wurde, wären unsere Familien und Freunde nicht dabei gewesen. Selbst der engste Kreis umfasst mehr Leute, als wir uns leisten hätten können und die wichtigsten Menschen möchte ich einfach bei meiner Hochzeit dabei haben.
Wenn die anderen es so viel besser wissen, dann sollen sie doch bei ihrer Hochzeit an einen Strand fliehen und heimlich heiraten. Wir wollen dieses Fest mit unseren Freunden und Verwandten feiern... dafür nehmen wir auch die ganzen Einmischungen und nervigen Kommentare in Kauf...
hm... vielleicht sollten wir doch noch alles abblasen und fliehen...
Als ich es gewagt habe, mal mein Leid zu klagen und zu erwähnen, dass ich mich gar nicht mehr so richtig freuen kann, einfach weil sich alle einmischen und uns alles zu Fleiß machen, anstatt uns bei unseren Vorstellungen zu unterstützen, kamen Aussagen, wie wir seien ja selber Schuld und wir hätten halt einfach heimlich heiraten sollen.
Ja, nur wären wir an den Strand geflohen, wie es uns vorgeschlagen wurde, wären unsere Familien und Freunde nicht dabei gewesen. Selbst der engste Kreis umfasst mehr Leute, als wir uns leisten hätten können und die wichtigsten Menschen möchte ich einfach bei meiner Hochzeit dabei haben.
Wenn die anderen es so viel besser wissen, dann sollen sie doch bei ihrer Hochzeit an einen Strand fliehen und heimlich heiraten. Wir wollen dieses Fest mit unseren Freunden und Verwandten feiern... dafür nehmen wir auch die ganzen Einmischungen und nervigen Kommentare in Kauf...
hm... vielleicht sollten wir doch noch alles abblasen und fliehen...
Samstag, 15. Februar 2014
Der schlimmste Valentinstag...
Eigentlich war alles so romantisch geplant. Mein Liebster hatte frei und hat dies zum Anlass genommen, etwas ganz besonderes für mich herzurichten, was genau, werde ich allerdings nie erfahren.
Denn ab ca. 3 Uhr nachts überkamen mich massive Schmerzen. Trotz Schmerzmittel trat keine Linderung auf und ab 7 Uhr waren die Schmerzen so groß, dass mein Jammern, Wimmern und Weinen auch meinen Liebsten aufgeweckt hatte...
Alle Tipps & Tricks wandte ich an, alles, was bisher geholfen hatte, machte ich... doch alles ohne Erfolg. Um 9 Uhr dann war es meinem Holden zu viel, entweder ich würde sofort mit ihm zum Arzt fahren oder er würde einen Krankenwagen rufen. Widerwillig kam ich also mit und wurde dank der Schmerzen auch gleich drangenommen... Kurze Beschreibung, Ultraschalluntersuchung und Blutabnahme... nach nur wenigen Minuten war klar, was mit mir los war und eine kleine Welt brach in mir zusammen.
Warum mir? Wieso gerade uns? Diese Fragen quälen mich ununterbrochen. Es gibt Therapien, Behandlungen und eine aussichtsreiche Operation, noch ist nichts verloren, wir können noch kämpfen. Doch für mich stellt sich in meinem Kopf nur eine Frage, bin ich noch stark genug um zu kämpfen? Der Hochzeitsfrust der letzten Monate ist nicht das einzig schwierige Feld in meinem Leben, ich habe ohnedies viele Stellen, an denen ich (freiwillig) kämpfe. Hab ich dann dazu noch die Kraft?
Doch lange konnte ich nicht überlegen, die Spritze, die ich vom Arzt erhielt, linderte nicht nur die Schmerzen, sondern lies mich auch ganz schnell einschlafen... und so verschlief ich den Valentinstag komplett...
Ich werde meinen Valentinstag nachgeholt bekommen, aufgeschoben ist nicht aufgehoben, meinte mein Schatz... Aber unser Leben wird nie wieder so sein, wie bisher... es hat sich vieles verändert und uns vor Gedanken und Probleme gestellt, die wir noch lange besprechen müssen...
Denn ab ca. 3 Uhr nachts überkamen mich massive Schmerzen. Trotz Schmerzmittel trat keine Linderung auf und ab 7 Uhr waren die Schmerzen so groß, dass mein Jammern, Wimmern und Weinen auch meinen Liebsten aufgeweckt hatte...
Alle Tipps & Tricks wandte ich an, alles, was bisher geholfen hatte, machte ich... doch alles ohne Erfolg. Um 9 Uhr dann war es meinem Holden zu viel, entweder ich würde sofort mit ihm zum Arzt fahren oder er würde einen Krankenwagen rufen. Widerwillig kam ich also mit und wurde dank der Schmerzen auch gleich drangenommen... Kurze Beschreibung, Ultraschalluntersuchung und Blutabnahme... nach nur wenigen Minuten war klar, was mit mir los war und eine kleine Welt brach in mir zusammen.
Warum mir? Wieso gerade uns? Diese Fragen quälen mich ununterbrochen. Es gibt Therapien, Behandlungen und eine aussichtsreiche Operation, noch ist nichts verloren, wir können noch kämpfen. Doch für mich stellt sich in meinem Kopf nur eine Frage, bin ich noch stark genug um zu kämpfen? Der Hochzeitsfrust der letzten Monate ist nicht das einzig schwierige Feld in meinem Leben, ich habe ohnedies viele Stellen, an denen ich (freiwillig) kämpfe. Hab ich dann dazu noch die Kraft?
Doch lange konnte ich nicht überlegen, die Spritze, die ich vom Arzt erhielt, linderte nicht nur die Schmerzen, sondern lies mich auch ganz schnell einschlafen... und so verschlief ich den Valentinstag komplett...
Ich werde meinen Valentinstag nachgeholt bekommen, aufgeschoben ist nicht aufgehoben, meinte mein Schatz... Aber unser Leben wird nie wieder so sein, wie bisher... es hat sich vieles verändert und uns vor Gedanken und Probleme gestellt, die wir noch lange besprechen müssen...
Mittwoch, 12. Februar 2014
Getrennte Freunde
Der aufmerksame Leser hat bisher ja schon bemerkt, dass sich seit unserer Hochzeitsverkündung einige Paare getrennt haben. Damals eingeladen wurden jedoch immer noch alle. Wie sollen wir aber nun damit umgehen, dass die meisten dieser Trennungen nicht mal ansatzweise friedlich verlaufen sind? Leider geht es bei einigen Paaren sogar so weit, dass sich ganze Freundeskreise in Fraktionen unterteilt haben, d.h. mit dem Fernbleiben einer Person würden gleich einige andere nicht mitkommen.
Vom eigentlichen Problem ganz abgesehn, dass wir, das Brautpaar mit beiden Ex-Partnern, sowie dem dazugehörigen Freundeskreis befreundet sind... Wir würden uns natürlich wünschen, dass alle ihre Streits uns zu Liebe für einen Tag lang vergessen und sich unter die anderen über 100 Leute mischen. Jedoch kann ich auch verstehen, dass teils echt harte Geschichten gelaufen sind und so manch einer den Ex-Partner nie wieder sehen will.
Was also machen?
Leider wurde uns zum Teil die Entscheidung bereits abgenommen, es haben schon welche ihre vorherige Zusage zurückgezogen und wollen nun unserem Fest der Liebe fern bleiben, sofern der andere kommen würde...
Und wieder sitzt hier das Brautpaar, das eigentlich nur mit Familie uns Freunden die eigene Liebe zelebrieren möchte und der Hochzeitsfrust steigt wieder mal auf...
Vom eigentlichen Problem ganz abgesehn, dass wir, das Brautpaar mit beiden Ex-Partnern, sowie dem dazugehörigen Freundeskreis befreundet sind... Wir würden uns natürlich wünschen, dass alle ihre Streits uns zu Liebe für einen Tag lang vergessen und sich unter die anderen über 100 Leute mischen. Jedoch kann ich auch verstehen, dass teils echt harte Geschichten gelaufen sind und so manch einer den Ex-Partner nie wieder sehen will.
Was also machen?
Leider wurde uns zum Teil die Entscheidung bereits abgenommen, es haben schon welche ihre vorherige Zusage zurückgezogen und wollen nun unserem Fest der Liebe fern bleiben, sofern der andere kommen würde...
Und wieder sitzt hier das Brautpaar, das eigentlich nur mit Familie uns Freunden die eigene Liebe zelebrieren möchte und der Hochzeitsfrust steigt wieder mal auf...
Montag, 10. Februar 2014
Immer noch keine Antwort vom Profi
Mitte Oktober hab ich die erste Firma kontaktiert, die ich bei meiner Hochzeit dabei haben möchte. Damals hieß es, man würde meinen Auftrag gerne annehmen, leider ist eine Zusage aus organisatorischen Gründen noch nicht fix möglich.
Also hab ich gewartet.
In den nächsten Wochen und Monaten leicht nervös hab ich meine Sorgen in meinem nähesten Umfeld kundgetan und erstaunlicherweise feststellen können, dass sowohl im Familien- als auch Bekanntenkreis Menschen sind, die diese Firma persönlich kennen und ein Wort für mich einlegen würden. Doch auch hier hieß es nur, man müsse schaun, gerne wäre man dazu bereit, allerdings entscheiden sich die Termine erst in der nächsten Zeit und so könne man nicht zusagen.
Also hab ich weiter gewartet. Inzwischen sind sage und schreibe 4 Monate vergangen. In der ganzen Zeit hab ich als Privatperson keine Antwort mehr erhalten und auch die Leute, die sich für mich eingesetzt haben, haben nie wieder was gehört.
Ich habe daher meine Weddingplanerin eingeschalten und mit Freude gehört, dass sie oft mit dieser Firma zusammen arbeitet. Doch selbst sie hat die selbe Antwort bekommen, man würde gerne den Auftrag annehmen... bla bla bla... man wüsse noch nicht bezüglich des Termins Bescheid... bla bla bla...
Jetzt bin ich mir nicht sicher, soll ich noch warten? Wie lang soll ich noch warten? Alternativen werden langsam knapp, die Firmen sind 4 Monate vor der Hochzeit kaum noch verfügbar oder es hat einen Grund, warum sies noch sind... Und wiedermal weiß ich nicht, was ich machen soll... denn ernsthaft, wie lang braucht jemand für eine Zu- oder Absage?
Ja, der Hochzeitsfrust steigt schon wieder auf...
Also hab ich gewartet.
In den nächsten Wochen und Monaten leicht nervös hab ich meine Sorgen in meinem nähesten Umfeld kundgetan und erstaunlicherweise feststellen können, dass sowohl im Familien- als auch Bekanntenkreis Menschen sind, die diese Firma persönlich kennen und ein Wort für mich einlegen würden. Doch auch hier hieß es nur, man müsse schaun, gerne wäre man dazu bereit, allerdings entscheiden sich die Termine erst in der nächsten Zeit und so könne man nicht zusagen.
Also hab ich weiter gewartet. Inzwischen sind sage und schreibe 4 Monate vergangen. In der ganzen Zeit hab ich als Privatperson keine Antwort mehr erhalten und auch die Leute, die sich für mich eingesetzt haben, haben nie wieder was gehört.
Ich habe daher meine Weddingplanerin eingeschalten und mit Freude gehört, dass sie oft mit dieser Firma zusammen arbeitet. Doch selbst sie hat die selbe Antwort bekommen, man würde gerne den Auftrag annehmen... bla bla bla... man wüsse noch nicht bezüglich des Termins Bescheid... bla bla bla...
Jetzt bin ich mir nicht sicher, soll ich noch warten? Wie lang soll ich noch warten? Alternativen werden langsam knapp, die Firmen sind 4 Monate vor der Hochzeit kaum noch verfügbar oder es hat einen Grund, warum sies noch sind... Und wiedermal weiß ich nicht, was ich machen soll... denn ernsthaft, wie lang braucht jemand für eine Zu- oder Absage?
Ja, der Hochzeitsfrust steigt schon wieder auf...
Sonntag, 9. Februar 2014
Wenn Gäste weitere Gäste einladen
Ich vermute mal, jeder der Einblick in seine Hochzeitsplanung hat kennt die Problematik mit der Gästeanzahl. Für die Größe der Kirche sollte man wissen, wie viele Leute ca. kommen werden, die Location will wissen wie viele Tische und Essen sie einrechnen muss, der Florist braucht ebenfalls die Tischanzahl, sowohl bei der Agape, als auch dem Festessen, die Gastgeschenke müssen zeitgerecht vorbereitet sein usw. Alles in allem haben wir also dank unserer Gästeliste eine Circa-anzahl mit der wir rechnen können.
Aber dann kommt es doch wieder anders, als geplant. "Na den solltest du schon auch noch einladen!" "Das wär aber schon wichtig wenn die auch dabei wär!" oder der Überhammer: "Ich hab x, y & z auch zur Hochzeit eingeladen, die gehören ja über 15 Ecken auch zur Familie, das passt euch eh, oder?" Dass wir 2 von den drein gar nicht kennen, ja noch nicht einmal ein einziges Wort von denen gehört haben ist anscheinen nicht von Bedeutung... aber dürfen wir vor versammelter Familie zu dieser Aussagen Nein sagen? Wir haben es nicht geschafft und haben so drei weitere Gäste mehr...
Aber dann kommt es doch wieder anders, als geplant. "Na den solltest du schon auch noch einladen!" "Das wär aber schon wichtig wenn die auch dabei wär!" oder der Überhammer: "Ich hab x, y & z auch zur Hochzeit eingeladen, die gehören ja über 15 Ecken auch zur Familie, das passt euch eh, oder?" Dass wir 2 von den drein gar nicht kennen, ja noch nicht einmal ein einziges Wort von denen gehört haben ist anscheinen nicht von Bedeutung... aber dürfen wir vor versammelter Familie zu dieser Aussagen Nein sagen? Wir haben es nicht geschafft und haben so drei weitere Gäste mehr...
Samstag, 8. Februar 2014
Der Moralapostel
Bei Schwestern kommt es hin und wieder zu Streits, die müssen so sein, denn sonst wären wir keine Schwestern. Wenn es bei uns kracht, dann wackeln die Wände und wir entwickeln beide Schreiorgane, mit denen wir ganze Stadien füllen könnten. Die Vorwürfe hageln nur so herab, werden immer allgemeiner und abstruser. Natürlich kommt "Du bist nie für mich da" vor, genauso wie "Du verstehst mich einfach nicht!".
Doch die eigentliche Situation ist eine ganz simple: Wenn der so geliebte Mensch eine moralische Verfehlung hinter sich hat, ist dies wohl kritisierbar. Waren jedoch die beiden Schwestern selbst einmal in der Situation der kleinen Töchter und haben es jahrelang mitbekommen, dann fehlt meinerseits zugegebener weise das Verständnis für so eine Tat. Aber noch mehr entrüstet mich dann der Vorwurf, ich sei ein Moralapostel und man könne mir nichts erzählen.
Ich oute mich hiermit mal eben: Ich würde mich selber wohl sehr liberal sehen. Ich leben nach der goldenen Regel: "Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andren zu!" Im Gegenzug habe ich für mich aber auch meine eigene persönliche Lebenseinstellung gefunden: "Solange niemandem absichtlich Schaden zugefügt wird, bin ich mit jeder Lebensweise einverstanden".
Ja, das bedeutet, das ich kein Problem mit Homosexualität, Transsexualität, Polygamie, Swingerclubs, offenen Beziehungen, häufigem Partnerwechsel oder was auch immer hab, solange darauf geachtet wird, das kein Involvierter zu Schaden kommt.
Doch ich als in einer Partnerschaft lebende Schwester muss mir von meiner Single-schwester vorwerfen lassen, ein Moralapostel zu sein, nur weil ich nicht nachvollziehen kann, wie mein geliebtes Schwesterherz nach unserer schmerzhaften Kindheitserfahrung genau den selben Schaden bei anderen kleinen Kindern verursacht hat und dabei nicht einmal Schuld bekennt.
Und als wäre dies noch nicht genug: Als ich einer Freundin von meinem Streit erzählte und das Wort Moralapostel erwähnte, musste ich doch ernsthaft hören, nun das sei häufig so, wenn eine Schwester in einer stabilen Partnerschaft lebe, während die andere Schwester Single sei.
Gott sei Dank konnte ich dieses Missverständnis mit ein wenig Details dann doch genauer erklären, was zum Verständnis für mich auf Seiten meiner Freundin führte. Denn ob nun bald verheiratet oder Single tut in meinen Augen nichts zur Sache, ob ich anderen Menschen bewusst weh tue... schon gar nicht, wenn es sich um Kinder handelt... und schon gar nicht, wenn uns das selber als Kinder zugestoßen ist!
Doch die eigentliche Situation ist eine ganz simple: Wenn der so geliebte Mensch eine moralische Verfehlung hinter sich hat, ist dies wohl kritisierbar. Waren jedoch die beiden Schwestern selbst einmal in der Situation der kleinen Töchter und haben es jahrelang mitbekommen, dann fehlt meinerseits zugegebener weise das Verständnis für so eine Tat. Aber noch mehr entrüstet mich dann der Vorwurf, ich sei ein Moralapostel und man könne mir nichts erzählen.
Ich oute mich hiermit mal eben: Ich würde mich selber wohl sehr liberal sehen. Ich leben nach der goldenen Regel: "Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andren zu!" Im Gegenzug habe ich für mich aber auch meine eigene persönliche Lebenseinstellung gefunden: "Solange niemandem absichtlich Schaden zugefügt wird, bin ich mit jeder Lebensweise einverstanden".
Ja, das bedeutet, das ich kein Problem mit Homosexualität, Transsexualität, Polygamie, Swingerclubs, offenen Beziehungen, häufigem Partnerwechsel oder was auch immer hab, solange darauf geachtet wird, das kein Involvierter zu Schaden kommt.
Doch ich als in einer Partnerschaft lebende Schwester muss mir von meiner Single-schwester vorwerfen lassen, ein Moralapostel zu sein, nur weil ich nicht nachvollziehen kann, wie mein geliebtes Schwesterherz nach unserer schmerzhaften Kindheitserfahrung genau den selben Schaden bei anderen kleinen Kindern verursacht hat und dabei nicht einmal Schuld bekennt.
Und als wäre dies noch nicht genug: Als ich einer Freundin von meinem Streit erzählte und das Wort Moralapostel erwähnte, musste ich doch ernsthaft hören, nun das sei häufig so, wenn eine Schwester in einer stabilen Partnerschaft lebe, während die andere Schwester Single sei.
Gott sei Dank konnte ich dieses Missverständnis mit ein wenig Details dann doch genauer erklären, was zum Verständnis für mich auf Seiten meiner Freundin führte. Denn ob nun bald verheiratet oder Single tut in meinen Augen nichts zur Sache, ob ich anderen Menschen bewusst weh tue... schon gar nicht, wenn es sich um Kinder handelt... und schon gar nicht, wenn uns das selber als Kinder zugestoßen ist!
Freitag, 7. Februar 2014
Die Geier kommen
Ja, heute hat es wieder eine weitere Trennung in meinem Freundeskreis gegeben. Als ob das nicht schon schlimm genug für die beiden wäre, konnte ich nach näherer Betrachtung eine interessante Erscheinung feststellen: Ehemalige "Freunde", die sich seit vielen Monaten nicht mehr bei dem gerade frisch getrennten Paar gemeldet haben, scheinen es doch sehr gut zu finden, dass die Trennung stattgefunden hat und beziehen klar Stellung zu den einzelnen Parteien. Jetzt wieder Single sind sie offensichtlich wieder gut genug, um am intriganten Spiel teilhaben zu dürfen und es wird kräftig betont, wie gut es sei, Single zu sein und dass eine Trennung in diesem Fall ja wirklich das Beste war. Selbstverständlich geschieht dies, obwohl jene Geier keine Ahnung davon haben, was bei diesen beiden Menschen die letzten Monate los war. Und so schaukelt es sich auf. Eine ruhige und versöhnliche Trennung scheint kaum noch möglich, da beide von ihren Seiten nun darin gestärkt werden, dass die letzten Jahre doch eh nichts brachten und es jetzt endlich gut sei.
Und was machen die echten Freunde, die die letzten Monate mit ihnen verbracht haben? Die sind sehr traurig, denn sie mögen beide Parteien sehr gern, können beide Ansichten gut verstehen und fühlen sich nun zwischen den Stühlen stehend ziemlich hilflos... alles, was uns nun bleibt ist, abzuwarten, geduldig zu sein und für beide gleichzeitig da zu sein... und im besten Fall ein wenig zu vermitteln und Harmonie zu streuen, dort wo die falschen Freunde Zwietracht gesät haben...
Und was machen die echten Freunde, die die letzten Monate mit ihnen verbracht haben? Die sind sehr traurig, denn sie mögen beide Parteien sehr gern, können beide Ansichten gut verstehen und fühlen sich nun zwischen den Stühlen stehend ziemlich hilflos... alles, was uns nun bleibt ist, abzuwarten, geduldig zu sein und für beide gleichzeitig da zu sein... und im besten Fall ein wenig zu vermitteln und Harmonie zu streuen, dort wo die falschen Freunde Zwietracht gesät haben...
Donnerstag, 6. Februar 2014
Die flache Serviette
Du meine Güte, was täte ich nur ohne meiner Weddingplannerin, ich wär komplett aufgeschmissen. Ich bin eh schon im Luxus, kaum etwas organisieren zu müssen. Jedoch was natürlich immer noch bei uns liegt ist, sind die Entscheidungen zu sämtlichen Vorschlägen. Doch ich muss gestehen, dass mir dies teilweise sogar schon zu viel wird.
Aus privaten Gründen bin ich momentan nicht sehr belastbar und hab auch so meine Probleme, Entscheidungen zu fällen. Erfreulicherweise habe ich einen entscheidungsfreudigen Partner an meiner Seite, der meine Hilflosigkeit nicht nur erkannt hat, sondern sofort eingreift, wenn ich ansteh. Doch nicht immer schafft er es rechtzeitig, also praktisch bevor ich einen Blödsinn daherred. Bei einem Treffen mussten die letzten Schliffe zu unserer Festtafel geklärt werden. Eine Frage war auch die, nach der Serviettenfaltform. Mal ernsthaft, als ob mich das interessieren würde. Servietten sind für mich praktisch anzusehen und ich hätte niemals gedacht, dass ich mal gefragt werde, welche Form ich mir bei diesem Teil vorstelle, das zum Mundabwischen und Kleid vor Soßenkleckereien schützen da ist. Meine Hilflosigkeit haben anscheinend eh alle erkannt, denn sofort schaltete sich die Weddingplannerin ein und erklärt, dass aufgrund der Tischdeko flache Servietten sinnvoller wären.
Phu, gut gerettet, danke an meinen Schutzengel, der mich die Hochzeit über begleitet. Doch während meine Gedanken wieder abschweiften merkte ich auf einmal wie Servietten am Tisch unterschiedlich gefalten wurden, um sie mir zu präsentieren.
Nett lächeln und nicken, das ist nie verkehrt. Doch halt, da kam eine Frage und die galt mir. Ein verzweifelter Blick zu meinem Schatz, der hat anscheinend schon was dazu gesagt. Ich glaub jetzt muss ich was sagen: Es kommt die Frage auf mich zu Tasche oder Spitz und alles, was mir spontan einfällt ist ein peinliches
"Ich dachte, wir haben uns eh schon auf die flache Serviette geeinigt?"
Na super, damit hab ich den Bock abgeschossen... Es hat eine hundertstel Sekunde gedauert bis ich verstanden habe, dass ich nun die Auswahl zwischen unterschiedlichen flachen Serviettenfalttechniken aussuchen musste und in diesem Moment fühlte ich mich so hilflos, denn irgendwie wollte ich so was nicht entscheiden.
Zum einen interessiert es mich nicht und zum anderen merke ich die letzten 6 Monate, langsam hab ich bei jedem Handgriff das Gefühl was Falsches zu machen. Nicht für mich, nicht für meinen Liebsten, ja nicht mal für meine Weddingplannerin. Sondern für all die Gäste auf der Feier, denn vielleicht wollen die ja lieber zu Taschen gefaltene Servietten, als die Spitzrollen, die ich nun ausgesucht habe...
Aus privaten Gründen bin ich momentan nicht sehr belastbar und hab auch so meine Probleme, Entscheidungen zu fällen. Erfreulicherweise habe ich einen entscheidungsfreudigen Partner an meiner Seite, der meine Hilflosigkeit nicht nur erkannt hat, sondern sofort eingreift, wenn ich ansteh. Doch nicht immer schafft er es rechtzeitig, also praktisch bevor ich einen Blödsinn daherred. Bei einem Treffen mussten die letzten Schliffe zu unserer Festtafel geklärt werden. Eine Frage war auch die, nach der Serviettenfaltform. Mal ernsthaft, als ob mich das interessieren würde. Servietten sind für mich praktisch anzusehen und ich hätte niemals gedacht, dass ich mal gefragt werde, welche Form ich mir bei diesem Teil vorstelle, das zum Mundabwischen und Kleid vor Soßenkleckereien schützen da ist. Meine Hilflosigkeit haben anscheinend eh alle erkannt, denn sofort schaltete sich die Weddingplannerin ein und erklärt, dass aufgrund der Tischdeko flache Servietten sinnvoller wären.
Phu, gut gerettet, danke an meinen Schutzengel, der mich die Hochzeit über begleitet. Doch während meine Gedanken wieder abschweiften merkte ich auf einmal wie Servietten am Tisch unterschiedlich gefalten wurden, um sie mir zu präsentieren.
Nett lächeln und nicken, das ist nie verkehrt. Doch halt, da kam eine Frage und die galt mir. Ein verzweifelter Blick zu meinem Schatz, der hat anscheinend schon was dazu gesagt. Ich glaub jetzt muss ich was sagen: Es kommt die Frage auf mich zu Tasche oder Spitz und alles, was mir spontan einfällt ist ein peinliches
"Ich dachte, wir haben uns eh schon auf die flache Serviette geeinigt?"
Na super, damit hab ich den Bock abgeschossen... Es hat eine hundertstel Sekunde gedauert bis ich verstanden habe, dass ich nun die Auswahl zwischen unterschiedlichen flachen Serviettenfalttechniken aussuchen musste und in diesem Moment fühlte ich mich so hilflos, denn irgendwie wollte ich so was nicht entscheiden.
Zum einen interessiert es mich nicht und zum anderen merke ich die letzten 6 Monate, langsam hab ich bei jedem Handgriff das Gefühl was Falsches zu machen. Nicht für mich, nicht für meinen Liebsten, ja nicht mal für meine Weddingplannerin. Sondern für all die Gäste auf der Feier, denn vielleicht wollen die ja lieber zu Taschen gefaltene Servietten, als die Spitzrollen, die ich nun ausgesucht habe...
Mittwoch, 5. Februar 2014
Der schönste Grund, bei einer Hochzeit abzusagen
Wenn deine beste Freundin aus Schulzeiten nicht zu deiner Hochzeit kommen wird ist das traurig.
Wenn sie an dem Tag schon auf einer anderen Hochzeit ist, ist das irgendwie strange.
Wenn die andere Hochzeit aber dann ihre eigene ist, dann ist das Schicksal!
Nach 5 gemeinsamen Jahren Pubertät mit Jungs, Schule, Pickel, Frauenproblemen und was weiß ich noch gibt es wohl kein anderes Wort für die zufällig am selben Tag gewählten Hochzeitstermine, außer Schicksal! Ich wünsche ihr auf jeden Fall ein wunderschönes Fest und alles Gute für ihre Ehe! Schade, dass ich nicht bei ihrer Hochzeit dabei sein kann...
Wenn sie an dem Tag schon auf einer anderen Hochzeit ist, ist das irgendwie strange.
Wenn die andere Hochzeit aber dann ihre eigene ist, dann ist das Schicksal!
Nach 5 gemeinsamen Jahren Pubertät mit Jungs, Schule, Pickel, Frauenproblemen und was weiß ich noch gibt es wohl kein anderes Wort für die zufällig am selben Tag gewählten Hochzeitstermine, außer Schicksal! Ich wünsche ihr auf jeden Fall ein wunderschönes Fest und alles Gute für ihre Ehe! Schade, dass ich nicht bei ihrer Hochzeit dabei sein kann...
Dienstag, 4. Februar 2014
Schmuck kaputt
Mit meinem Liebsten hab ich mir schon meinen Schmuck ausgesucht. Nichts teures, einfach wunderhübsche Teile, die super zu meinem Kleid und dem Stil der Hochzeit passen. Doch genau das war nun wahrscheinlich das Verhängnis. Obwohl ich viel Modeschmuck daheim habe und bisher immer gute Erfahrungen damit gemacht habe sind mir an einem einzigen Tag gleich drei Teile kaputt gegangen... Das Armband hat sich beim Anlegen in tausend kristallene Teilchen zerlegt, die Kette ist gerissen und bei der Spange hat sich ein Teil komplett verbogen.
Das kann doch bitte kein Zufall sein? Ehrlich gesagt bin ich im Moment eh nicht wirklich belastbar und dass nun 3 Teile auf einmal kaputt wurden, ist einfach zu viel für mich. Ich hab die Teile zusammengesammelt und in eine Lade gelegt. Im Moment kann ich mich damit einfach nicht beschäftigen... vielleicht löte ich die Kette zusammen, ziehe ein neues Band durch die Armbandteile und biege die Spange wieder vorsichtig in die richtige Position, aber jetzt schmeiß ich mich erstmal aufs Bett und heule einfach drauf los...
Das kann doch bitte kein Zufall sein? Ehrlich gesagt bin ich im Moment eh nicht wirklich belastbar und dass nun 3 Teile auf einmal kaputt wurden, ist einfach zu viel für mich. Ich hab die Teile zusammengesammelt und in eine Lade gelegt. Im Moment kann ich mich damit einfach nicht beschäftigen... vielleicht löte ich die Kette zusammen, ziehe ein neues Band durch die Armbandteile und biege die Spange wieder vorsichtig in die richtige Position, aber jetzt schmeiß ich mich erstmal aufs Bett und heule einfach drauf los...
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