Heute hat mein Allerliebster einen Rappel bekommen. Seit einiger Zeit aber brodelt es schon in ihm, er ist einfach glücklich. Sein Nestchen, wie er unsere neue, schöne, große Wohnung mit zwei gedachten Kinderzimmern nennt, ist fertig, seine Beziehung, an der wir ja nun doch schon seit über 10 Jahren beide beteiligt sind, erfüllt ihn mit Freude, also sieht er sich bereit, den nächsten Schritt zu machen. Und somit kam es zu diesem ungezwungenen liebevollen Gespräch im Bett, kuschelnd, küssend und quatschend. Er will mich heiraten. Am besten an unserem nächsten Jahrestag, denn dieses Datum feiern wir nun schon über eine Dekade, und da der nächste Termin an einen Samstag fällt, passt es doch perfekt. Das war er also: der unkomplizierteste und aus tiefster Überzeugung stammende, ernst gemeinte und gut überlegte Heiratsantrag.
Natürlich sage ich ja, denn es ist kein Geheimnis, das ich ihn liebe und mein Leben mit ihm verbringen will. Also beginnt hier unsere Hochzeitslust, wir haben Spaß dabei, die Hochzeit zu planen, wir kichern und scherzen über unsere Gedanken dazu, phantasieren über coole, witzige und unrealistische Abläufe und lassen unserem Spaß beim Planen freien Lauf.
Doch schon sehr bald stoßen wir auf Probleme von außen. Und so wandelt sich unsere Hochzeitslust immer mehr in Hochzeitsfrust und schon bald haben wir das Bedürfnis, ganz heimlich und alleine in Jeans am Standesamt zu heiraten und alle erst im Nachhinein zu informieren. Doch wir stellen uns der Aufgabe "Hochzeit mit der ganzen Familie und allen Freunden" und so entstand die Notwendigkeit dieses tagebuchartigen Blogs, der die ganzen Probleme aufzeigt, die uns neben unserer kleinen geheimen Freude, die wir beide alleine zu Hause praktizieren, in den nächsten 11 Monaten das Leben sehr schwer machen.