An deinem Hochzeitstag musst du perfekt aussehen! Das höre ich von allen Seiten. Du musst perfekt für den Mann deiner Träume sein! Das ist dein Tag, da schauen alle Augen auf dich!
Doch jetzt mal ganz ehrlich: Mein zukünftiger Mann kennt mich seit 1997 und weiß seit 2001 wie ich ungeschminkt und verschlafen aussehe, wenn der Wecker mich fies aus dem Schlaf rüttelt. Er kennt mich mit roter triefender Nase und aufgedunsenem Gesicht, wenn ich krank bin und mit fettigen zurückgebundenen Haaren, wenn ich im Stress bin. Und er liebt mich! Er liebt mich genau so, wie ich aussehe mit all den Pickeln, die mich überfallen, wenns mir schlecht geht und den blutenden rissigen Lippen sobald die Heizsaison startet. Wieso soll ich dann unrealistisch schön für ihn aussehen am Tag unserer Hochzeit? Natürlich möchte ich mich hübsch auf meiner eigenen Hochzeit fühlen doch brauch ich dafür wirklich künstliche Fingernägel, Wimpern, Haarteile und ein Sunpray-tanning zuvor? Und was mich noch mehr beschäftigt: Muss ich denn wirklich Modelmaße an meinem Hochzeitstag haben? Die hab ich doch sonst auch nicht und er liebt mich. Er hat mich in meinem Körper geliebt, als er mich das erste Mal geküsst hat. Er hat mich in meinem Körper geliebt, als er mir den Heiratsantrag gestellt hat. Er liebt mich in meinem Körper bei jeder Umarmung, Zuwendung und Berührung. Also wieso meinen Körper für ihn ändern?
Wenn ich meine Figur verändern will, also abnehmen will, dann höchstens weil ich es für mich so will. Ich muss mich in meinem Körper und an diesem Tag auch Brautkleid wohl fühlen, doch ich finde nicht, dass ich das für einen anderen Menschen machen sollte. Nicht einmal für die Liebe meines Lebens!
Freitag, 23. August 2013
Dienstag, 20. August 2013
Das Hochzeitskleid
Okay, vielleicht bin ich nicht die typische Braut, vielleicht aber eben doch! Denn ich hatte bis vor Kurzem keinen blassen Dunst, was ich zu meiner Hochzeit tragen wollte. Woher soll ich denn das auch wissen, bisher hab ich mich kaum mit so etwas beschäftigt und dementsprechend hatte ich schlichtweg keine Infos. Und auf dieses Nichts folgte eine Flut an Infos und Bildern, die mit einfach überrumpelt haben! Der Schnitt ist für die Figur gedacht, diese Farbe muss man bei dies und jenem bedenken und die Accessoires, um Gottes Willen, unbedingt die richtigen Accessoires dazu kaufen, denn sonst ist das ganze Kleid im Eimer! Das hat in Wirklichkeit nur alles schlimmer gemacht.
Also Plan B: Zeitschriften wälzen hat nichts gebracht, jetzt gehen wirs direkt an: Ich probiere Hochzeitskleider an. Weil ich ein bisschen verrückt bin und meine Schwestern über alles liebe kommt eine davon mit und wir spielen mit unseren schauspielerischen Künsten einen Sommer der Liebe vor, denn ja, wir beide wollen im Sommer 2014 heiraten! Der Blick der Verkäuferin war, hm, wie drück ich das nett aus, dezent genervt und angepisst. Denn, was wir nicht wussten, und bitte woher soll ich denn so was wissen, das hat mir nie jemand gesagt, anscheinend braucht man für so was einen Termin. Gut, hab ich nicht gewusst, aber wir hatten Glück bei der Schweinehitze hatte offensichtlich keine zukünftige Braut Lust, sich ein Kleid auszusuchen, also hatten sie Zeit für uns. Dieser engagierter Enthusiasmus zog sich dann über die nächste Stunde und ihre Laune war mehr als niederschmetternd. Aber mit meiner verrückten Schwester, ein paar Schleiern und einem Fotoapparat konnten wir diese frustrierende Stimmung dann doch noch zu einem lustigen Spaß wenden. Aber bei der Dame denk ich mir schon, vielleicht hat die ihre Berufung verfehlt?
Wir wälzten also Kleider aus einem Katalog, dank des riesigen Lagers hatten wir viel Auswahl und es ging ans Anprobieren. Bei jedem neuen Kleid wusste ich nur eines: Das wird es sicherlich nicht. Doch mit der Zeit gefiel ich mir in den Kleidern und entwickelte einen gewissen Blick für das, was mir gefiel und auch stand: Also wir haben gelernt: Mir steht A-Linie mit einer Korsage, die etwas weiter runter geht, also die Hälfte der Hüften noch miteinschließt. Zudem seh ich dank meiner Oberweite mit Herzausschnitt aus wie eine Schlampe, also muss es ein (nahezu) gerader Schnitt werden. Und ich liebe Symmetrie, zwar gefallen mir asymmetrische Schnitte im Katalog und an anderen, an mir selber gefallen sie aber gar nicht. Und so zeigt sich langsam ein Bild ab, ich glaub ich weiß, wie mein Kleid ca. aussehen soll.
Und dann zu Hause seh ich es. Über eine Werbeanzeige in einer Hochzeitszeitschrift stoße ich auf eine Internetseite und schau mir die dortige Kollektion an, da ist es: der perfekte Schnitt, perfekte Symmetrie, schlichtweg zauberhaft und wunderschön. Schnell die Weddingsplannerin gefragt, ja sie kann es für mich bestellen - und schwubbs so hatte ich mein Hochzeitskleid.
Also Plan B: Zeitschriften wälzen hat nichts gebracht, jetzt gehen wirs direkt an: Ich probiere Hochzeitskleider an. Weil ich ein bisschen verrückt bin und meine Schwestern über alles liebe kommt eine davon mit und wir spielen mit unseren schauspielerischen Künsten einen Sommer der Liebe vor, denn ja, wir beide wollen im Sommer 2014 heiraten! Der Blick der Verkäuferin war, hm, wie drück ich das nett aus, dezent genervt und angepisst. Denn, was wir nicht wussten, und bitte woher soll ich denn so was wissen, das hat mir nie jemand gesagt, anscheinend braucht man für so was einen Termin. Gut, hab ich nicht gewusst, aber wir hatten Glück bei der Schweinehitze hatte offensichtlich keine zukünftige Braut Lust, sich ein Kleid auszusuchen, also hatten sie Zeit für uns. Dieser engagierter Enthusiasmus zog sich dann über die nächste Stunde und ihre Laune war mehr als niederschmetternd. Aber mit meiner verrückten Schwester, ein paar Schleiern und einem Fotoapparat konnten wir diese frustrierende Stimmung dann doch noch zu einem lustigen Spaß wenden. Aber bei der Dame denk ich mir schon, vielleicht hat die ihre Berufung verfehlt?
Wir wälzten also Kleider aus einem Katalog, dank des riesigen Lagers hatten wir viel Auswahl und es ging ans Anprobieren. Bei jedem neuen Kleid wusste ich nur eines: Das wird es sicherlich nicht. Doch mit der Zeit gefiel ich mir in den Kleidern und entwickelte einen gewissen Blick für das, was mir gefiel und auch stand: Also wir haben gelernt: Mir steht A-Linie mit einer Korsage, die etwas weiter runter geht, also die Hälfte der Hüften noch miteinschließt. Zudem seh ich dank meiner Oberweite mit Herzausschnitt aus wie eine Schlampe, also muss es ein (nahezu) gerader Schnitt werden. Und ich liebe Symmetrie, zwar gefallen mir asymmetrische Schnitte im Katalog und an anderen, an mir selber gefallen sie aber gar nicht. Und so zeigt sich langsam ein Bild ab, ich glaub ich weiß, wie mein Kleid ca. aussehen soll.
Und dann zu Hause seh ich es. Über eine Werbeanzeige in einer Hochzeitszeitschrift stoße ich auf eine Internetseite und schau mir die dortige Kollektion an, da ist es: der perfekte Schnitt, perfekte Symmetrie, schlichtweg zauberhaft und wunderschön. Schnell die Weddingsplannerin gefragt, ja sie kann es für mich bestellen - und schwubbs so hatte ich mein Hochzeitskleid.
Montag, 19. August 2013
Weddingplanerin ja oder nein?
Mein Schatz und ich sind ein vielbeschäftigtes Paar. Neben unseren Jobs, Haushalt und unserer Freizeit, die wir mit unseren vielen Freunden und der Familie verbringen arbeiten wir auch noch an einem großen Projekt, das uns sehr viel Spaß macht und uns mit Freude erfüllt, jedoch leider auch sehr zeitraubend ist. Daher haben wir uns dazu entschlossen, eine Weddingplanerin zu engagieren. Erstmals kennengelernt hab ich diesen Beruf vor vielen Jahren in einer TV-Sendung mit einem dadurch berühmt gewordenen Schaubild dieser Professionisten. Schon damals hat mich der Gedanke gereizt, Hilfe bei jemanden zu finden, der sich auskennt, die richtigen Kontakte hat und auch genug Erfahrung, denn sein wir mal ehrlich, woher soll ich wissen, wo ich meine Kellner für meine selbst organisierte Agape herbekomme?
Die vielen finanziellen Ersparnisse, die wir durch den Weddingplaner erhalten, sei es nun ein Rabatt oder eine günstigere Alternative ist nicht zu verachten und alles in allem können wir sagen, dass wir sehr gut betreut und beraten werden und nahezu unsere gesamte Investition wieder in verschiedensten Ersparnissen zurückerhalten. Dazu kommen die Erfahrungen von anderen befreundeten Brautpaaren, die die Vorteile am eigenen Leib kennenlernen konnten und uns in unserer Absicht nur bestätigt haben.
Doch es kommt, wies kommen muss: Leider verstehen die Wenigsten unsere Gründe, einen Weddingplaner einzustellen. Die eigene Hochzeit verliere an Individualität, man gebe das Ruder aus der Hand, das sei für den doch nur ein Standardablauf, wobei jede Hochzeit gleich aussehen würde und wir würden eine Kataloghochzeit bekommen, die zwar schön sein kann, aber niemals uns repräsentieren!
Wir haben uns trotzdem auf die Suche gemacht und jemanden gefunden, der genau auf unserer Wellenlänge ist. Dort fühlen wir uns gut beraten und aufgehoben. Keineswegs ist unsere Hochzeit auch nur ansatzweise wie eine andere, denn unsere Weddingsplanerin macht dies seit über 11 Jahren und keine einzige Hochzeit glich einer anderen. Sie tipselt alle unsere Ideen und Gedanken nieder und macht uns daraus mit unserem Budget realisierbare Vorschläge aus denen wir den idealen wählen können. Ergo, gut, dass wir nicht auf andere, sondern auf uns und unsere Bedürfnisse gehört haben, denn so haben wir auch weiterhin genug Zeit für unser Leben, das wir lieben.
Die vielen finanziellen Ersparnisse, die wir durch den Weddingplaner erhalten, sei es nun ein Rabatt oder eine günstigere Alternative ist nicht zu verachten und alles in allem können wir sagen, dass wir sehr gut betreut und beraten werden und nahezu unsere gesamte Investition wieder in verschiedensten Ersparnissen zurückerhalten. Dazu kommen die Erfahrungen von anderen befreundeten Brautpaaren, die die Vorteile am eigenen Leib kennenlernen konnten und uns in unserer Absicht nur bestätigt haben.
Doch es kommt, wies kommen muss: Leider verstehen die Wenigsten unsere Gründe, einen Weddingplaner einzustellen. Die eigene Hochzeit verliere an Individualität, man gebe das Ruder aus der Hand, das sei für den doch nur ein Standardablauf, wobei jede Hochzeit gleich aussehen würde und wir würden eine Kataloghochzeit bekommen, die zwar schön sein kann, aber niemals uns repräsentieren!
Wir haben uns trotzdem auf die Suche gemacht und jemanden gefunden, der genau auf unserer Wellenlänge ist. Dort fühlen wir uns gut beraten und aufgehoben. Keineswegs ist unsere Hochzeit auch nur ansatzweise wie eine andere, denn unsere Weddingsplanerin macht dies seit über 11 Jahren und keine einzige Hochzeit glich einer anderen. Sie tipselt alle unsere Ideen und Gedanken nieder und macht uns daraus mit unserem Budget realisierbare Vorschläge aus denen wir den idealen wählen können. Ergo, gut, dass wir nicht auf andere, sondern auf uns und unsere Bedürfnisse gehört haben, denn so haben wir auch weiterhin genug Zeit für unser Leben, das wir lieben.
Dienstag, 6. August 2013
Wessen Kleid ist wichtig?
"Ich hab mein Kleid schon!" Bin ich die einzige, die es schräg findet, dass sich Frau in meinem Umfeld anscheinend die letzten Tage nur Gedanken über das Outfit an meiner Hochzeit gemacht hat? Noch schlimmer find ich ja die Aussagen, die ich schon mehrfach hören musste: "Mah, ich weiß einfach noch nicht, was ich bei deiner Hochzeit anziehen soll!"
Hm, mal schaun, die Hochzeit findet in 10,5 Monaten statt und Hallo, die Braut hat noch nicht mal ein Kleid! Wann ist es denn normal geworden, sich so unendlich früh um ein Outfit zu bemühen?
Ich war ja jetzt doch schon einige Male auf Hochzeiten und abgesehen davon, dass ich mir noch nie für eine Hochzeit extra Kleidung gekauft habe, sondern immer nur meinen Kasten nach dem bestmöglichen durchstöbert hab, habe ich mir ehrlich gesagt frühestens 1-2 Wochen zuvor Gedanken darüber gemacht, teilweise sogar erst direkt am Tag selber. Welcher Drang steckt in den Gästen, perfekt auszusehen und was soll ich mir als Braut dabei denken? Wenn schon meine Gäste zu Shoppingsessions losgezogen sind und nach stundenlangem Probieren ihr Outfit beisammen haben, muss ich dann jetzt eigentlich auch schon? Ehrlich gesagt interessiert mich das jetzt noch überhaupt nicht und ich hab auch noch gar keine Ahnung.
Naja, auf jeden Fall hab ich mir mal dem Gruppendruck entsprechend ein paar passende Zeitschriften zugelegt, vielleicht finde ich hier ja die Erleuchtung, damit auch ich 10,5 Monate vor meiner Hochzeit schon mein Kleid habe...
Hm, mal schaun, die Hochzeit findet in 10,5 Monaten statt und Hallo, die Braut hat noch nicht mal ein Kleid! Wann ist es denn normal geworden, sich so unendlich früh um ein Outfit zu bemühen?
Ich war ja jetzt doch schon einige Male auf Hochzeiten und abgesehen davon, dass ich mir noch nie für eine Hochzeit extra Kleidung gekauft habe, sondern immer nur meinen Kasten nach dem bestmöglichen durchstöbert hab, habe ich mir ehrlich gesagt frühestens 1-2 Wochen zuvor Gedanken darüber gemacht, teilweise sogar erst direkt am Tag selber. Welcher Drang steckt in den Gästen, perfekt auszusehen und was soll ich mir als Braut dabei denken? Wenn schon meine Gäste zu Shoppingsessions losgezogen sind und nach stundenlangem Probieren ihr Outfit beisammen haben, muss ich dann jetzt eigentlich auch schon? Ehrlich gesagt interessiert mich das jetzt noch überhaupt nicht und ich hab auch noch gar keine Ahnung.
Naja, auf jeden Fall hab ich mir mal dem Gruppendruck entsprechend ein paar passende Zeitschriften zugelegt, vielleicht finde ich hier ja die Erleuchtung, damit auch ich 10,5 Monate vor meiner Hochzeit schon mein Kleid habe...
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