Mittwoch, 6. November 2013

Der Dresscode

Dies gehört wohl ganz gut in die Kategorie "Das gehört sich so", "Das macht man so".
Wenn der Wettergott uns gnädig ist und die Temperaturen schickt, die man sich zu der Jahreszeit unseres Hochzeitstermins erwarten kann, dann wird es wohl eine sehr warme Angelegenheit. Und auch wenn die Kirche eine sehr schön große und damit auch kühle Kirche ist, findet die Agape (wahrscheinlich) im Freien statt und die eigentliche Feier in einem alten Schloss, das weder Ventilatoren noch Klimaanlagen kennt. Dank der riesigen Fensterfront werden wir wohl alle eine schön heiße Sommerhochzeit genießen können und so machen wir uns als Festveranstalter natürlich auch Gedanken zum Dresscode und sind uns beide einig, dass wir eigentlich keinen wollen. Wir haben nichts gegen Flip Flops oder kurze Hosen. Gerne sehen wir luftige Kleider und kurze Hemden oder wer will natürlich auch im Shirt oder den Crocs. Einzige Vorgabe bei uns: Keiner soll weißer als ich, die Braut, sein.
Auf den Shitstorm, der auf die Ankündigung folgte waren wir aber zugegebener weise nicht gewappnet. Das können wir nicht machen, das darf bei einer Hochzeit nicht sein. Schicke Kleidung mit fein drapierten Kleidern, schnieken Anzügen und entsprechenden Accessoires sollten schon Plicht sein. Das gehört sich schließlich so.
Doch was gehört sich wirklich? Es ist doch unsere Hochzeit. Wir beide sind sehr leger und kleiden uns wetterentsprechend und angenehm. Wollen wir wirklich unser Fest der Liebe zu einem Schickimicki-Event gestalten, wo wir uns selber niemals wohl fühlen würden?

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