Montag, 20. Januar 2014

Für wen genau ist der Junggesellenabend eigentlich?

Wir haben über Junggesellenabende gesprochen. Natürlich haben wir über JGA gesprochen. Das ist ein heikles Thema, denn dank Hang over wissen wir, was alles auf JGA geschehen kann. Zugegeben, dass bei uns ein Tiger oder Mike Tyson eine Rolle spielen würde, zweifel ich eher an, aber die Sache mit den Strippern u.Ä. ist schon etwas, das mir am Herzen liegt. Aber wir haben schon vor Jahren mal darüber gesprochen und haben es auch im Zuge der Hochzeitsvorbereitungen natürlich nochmal thematisiert. Das war wieder mal eine Situation, die mir gezeigt hat, dass wir wirklich gleich denken: Anschaun ist erlaubt, Körperkontakt ein absolutes No-Go!
Allgemein sind wir draufgekommen, so richtig wichtig ist uns das nicht und wir haben nicht einen einzigen Cent dafür gespart oder in unserer Planung eingerechnet. Eigentlich will keiner von uns beiden einen JGA, wir können gern darauf verzichten.
Doch wieder mal ist es unser Umfeld, das uns zu dieser Tradition überredet bzw. nötigt. Nein, nötigen ist ein zu negativ behaftetes Wort, sagen wir überredet. Und da geht's schon los: Unsere Freunde, sowohl männlich, als auch weiblich scheinen ganz genaue Vorstellungen über den perfekten JGA zu haben, man weiß offensichtlich ganz genau, wo das stattfinden kann, wer eingeladen werden soll, und welche Attraktionen dabei sein müssen. Das große Erstaunen in allen Gesichtern: Wir haben uns ausgemacht ohne Körperkontakt, es scheint, das wird nicht wirklich respektiert.
Zwar hoffe ich inständig, dass kein Stripper meinen JGA "veredeln" wird, aber wenn, dann werde ich einfach die Mädels auf den berüchtigten Stuhl setzen, die sich so sehr wünschen, dass ich auf meinem eigenen JGA einen selbigen auftreten lasse. Dann sind sie glücklich und ich werd schon meinen Spaß haben, wenn ich mit meinen Mädels fort bin, da brauch ich kein Entertainmentprogramm. Denn wenn ich ins Bett gehe, teile ich dies mit dem Menschen, den ich mein Leben lang an meiner Seite haben will!

Samstag, 18. Januar 2014

Vom Profi überrumpelt

Ich weiß jetzt echt nicht mehr, wie oft ich mich nun schon überrumpelt gefühlt hab, aber es scheint, mich kann man immer noch ganz leicht so aus dem Konzept bringen, dass ich nur noch Äh äh äh aus mir rausbring...
So auch wieder mal heute. Jetzt gehen langsam die Termine mit den Professionisten los und ich steh da bei einem Menschen, der genau weiß, was machbar ist, und versuche irgendwie meine Wünsche rüber zu bringen. Leider hab ich nicht immer das Gefühl, dass ich verstanden werde. Gut, ist auch nicht einfach, meine Hirngespinste auf einen Nenner zu bringen, geschweige denn es dann auch noch so zusammen zu fassen, dass ich es einem Außenstehenden so rüberbringen kann, dass er versteht, was ich mein. Dazu kommt der enorme Zeitdruck, wer schafft es schon, sich mit dem Fotographen in einer halben Stunde, dem DJ in 15 Minuten und dem Floristen in einer Stunde über alles klar zu werden.
Ich hab mein bestes gegeben, aber das flaue Gefühl im Bauch, das mich die ganze Zeit nicht los lies, wurde im Nachhinein immer stärker. Und wieder einmal bin ich unendlich froh, dass ich meine Weddingplanerin habe, die genau für diese Fälle da ist. Ich hab ihr sagen können, dass ich mich überrumpelt gefühlt hab und was ich an den nun schon entschiedenen Dingen doch noch im Nachhinein ändern würde.
Aber auch wenn sich für mich alles zu meinem Wohlgefallen geändert hat, frag ich mich doch, was machen andere Bräute, die keinen Unterstützer an der Hand haben, der alles klärt, selbst wenn schon alles geklärt war...

Montag, 13. Januar 2014

Shopping mit Freunden?

Ich hab mir immer vorgestellt, in der ganzen Hochzeitsvorbereitungszeit durch die Läden zu schmökern auf der Suche nach Dingen, die mir gefallen könnten, bis ich endlich das eine oder andere Stück finde, das ich haben will, sei es nun die Strümpfe, eine Kette oder aber auch Schuhe.
Und obwohl mir sogar Vorwürfe gemacht werden, warum ich mein Umfeld nicht in die ach so lustigen Freundinnen-Aktionen mit einbinde, hat immer plötzlich niemand mehr Zeit, wenn ich dann los gehe.
Ich hab immer wieder Termine verschoben oder ganz sausen lassen doch ehrlich gesagt möchte ich mich nicht immer nach allen anderen richten. Und so kam es zu dem traurigen, wenn auch zeitgleich schönen Umstand, dass ich all diese Sachen nun mit meinem Schatz gemeinsam ausgesucht habe. Nicht nur das, teils hat er sogar die Stücke ausgesucht, mich bei der Auswahl beraten und sogar selber Teile zum Probieren herausgefischt. Zwar war all das wunderschön und auch sehr lustig, aber wieder einmal war es weit von meiner Vorstellung, denn eigentlich dachte ich, diese Dinge mit meinen Freundinnen gemeinsam zu machen. Und ihren enttäuschten Mienen und Aussagen nachzuvollziehen hätten sie es sich anscheinend auch gewünscht.
Aber wie lang hätte ich noch warten sollen? Die nächsten Monate sind sehr stressig, nicht nur wegen der Hochzeit; ich werde kaum Zeit haben, um Herumzubummeln...

Freitag, 10. Januar 2014

In Jeans am Standesamt

Wir tun es! Wir haben lange darüber geredet, wir haben organisiert, geplant und dann doch wieder verworfen. Da wir am selben Tag sowohl standesamtlich, als auch kirchlich heiraten mit anschließender Feier open end, haben wir uns dazu entschlossen, das Standesamt ganz simple zu gestalten. Zwar ziehen wir uns damit wieder mal den Unmut einiger Gäste auf, aber für uns ist es einfach wichtig ohne du solltest, du musst ganz einfach und klein zu heiraten. Also kommen nur wir beide, unsere Trauzeugen und der Standesbeamte zu dem Termin. Es gibt keinen Fotographen, die Musik ist eine CD, die wir schon besorgt haben und komm aus einem CD-player, keine Blumenarrangements, keine Eltern oder anderen Leute und alle Anwesenden kommen in Jeans oder was auch immer sie wollen. Keine besondere Frisur, kein besonderes Kleid und selbst die Ansprache sind nur die gesetzlich vorgeschriebenen ~5 Minuten, in denen alles Wichtigste besprochen wird. Das wars dann - ganz schnell und unkompliziert werden wir dann verheiratet sein und darauf freu ich mich schon ganz besonders!

Samstag, 4. Januar 2014

Die Sache mit dem Vegansein

Seit nun ~ 2 Jahren ernähre ich mich vegan, nicht komplett strickt und hardcore, aber es ich fühl mich damit einfach wohler. Zum einen macht es mir mein Leiden mit meiner Stoffwechselerkrankung leichter und zum anderen vertrage ich schlichtweg keine Tiermilchprodukte. Natürlich gibt es dann noch die ökonomischen und ökologischen Gründe, die mir meine Ernährungsform bestätigen, aber das tut hier eigentlich auch nichts zur Sache, denn der Grund für diesen Post ist wieder mal die liebe Gästeschar.
Für meinen Liebsten ist meine Ernährung niemals Thema gewesen. Hatte er Lust, hat er mitgegessen, hatte er keine Lust dann eben nicht. Manchmal kocht er für mich vegan, manchmal haut er sich in seine Portion was Tierisches rein. Wir leben im Grunde eine ganz unkomplizierte omnivore-vegane Lebensgemeinschaft, wie man uns in Fachkreisen bezeichnen würde.
Und genau so wie unser Alltag inklusive Nahrungsaufnahme ist, wollten wir selbstverständlich auch unsere Hochzeit gestalten. Extra für die Skeptiker habe ich Gerichte ausgesucht, die ohne Ersatzprodukte auskommen, sondern die eben einfach jeder Mensch essen kann, denn Spinat, Pesto Sauce, Gemüsesuppe mit Einlage oder Ähnliches kennt doch wirklich jeder und es bedarf da auch keinerlei Deklaration.
Interessanterweise kamen die ersten Kommentare zu unserem Speiseplan dann aber von Omnis: Ob das denn sein muss, ob ich nicht mal an dem einen Tag darauf verzichten könne und was denn so schlimm dabei sei, an dem einen Tag mal nicht mein komisches Essen zu essen.
Die Tatsache, dass ich meine eigene Hochzeitsnacht weder mit Blähungen, noch mit Arthritisschüben verbringen will, scheint hier total nebensächlich zu sein. Genauso wie die Tatsache, dass sich mein Liebster seine Gerichte ausgesucht hat, also der Bedarf an Fleisch, Käse und Ei ohnedies bei unserem Buffet gedeckt werden kann. Aber wieder mal geht es den Gästen nicht um die beiden Hauptakteure, sondern um ihr eigenes leibliches Wohl. Also ob die merken würden, ob der Schokoladebrunnen nun vegan oder eben nicht sein wird... schmeckt doch eh beides gleich...

Sonntag, 29. Dezember 2013

Das perfekte Gastgeschenk gehört sich so!

Ich gebs ja zu, mit Hochzeiten kenn ich mich nicht so gut aus. Ich kenne liebe und nette Bräuche, weiß über einige Traditionen Bescheid und hab mir so manches Wissen aus dem Netz und den eingängigen Zeitschriften angeeignet. Jedoch möchte ich meine Hochzeit so gestaltet haben, wie wir es wollen, nicht wie andere meinen, das es sein soll.
Und so kam es schon mehrmals zu Situationen, in denen unsere Vorstellungen anscheinend ganz stark von denen unserer Gäste abgewichen sind.
Doch was machen, wenn sich das nicht einigen lässt und dann schließlich darin mündet, dass und von diesem Gast "großzügigerweise" ein Geschenk zur Hochzeit gemacht wird, das wir nicht wollen und nicht brauchen? Wenn auf einmal das kleine Give-away, das wir uns als Gastgeschenk gedacht haben nicht gut genug für eine Hochzeit sei und deswegen der involvierte Gast beschließt stattdessen sein ideales Gastgeschenk in Auftrag zu geben?
Sämtliche Versuche, ohne zu verletzen, diese Hilfe abzulehnen und trotzdem die Hilfsbereitschaft zu würdigen endet in Abschmettern, denn wir wissen es nicht einfach nicht so gut und wir sollten lieber auf die Tips hören, denn das gehört sich so, das macht man so.
Gut, wir machen es aber so, wie wir wollen und so kommt es zur unausweichlichen Situation: Klare Worte, dass wir dieses Geschenk sehr lieb finden und die Hilfsbereitschaft schätzen, werden offensichtlich nicht wahrgenommen, denn gehört wird nur, dass wir andere Vorstellungen haben und unseren eigenen Weg gehen werden, den achso wichtigen Hinweis zwar zur Kenntnis nehmen, aber nicht umsetzen werden und somit dieses Geschenk dankend ablehnen werden.
Und wieder einen Menschen verletzt, den wir sehr lieben und schätzen... doch da müssen wir egoistisch bleiben, denn wir heiraten so, wie wir wollen... auch wenn uns die Selbstvorwürfe einige schlaflose Nächte bereiten...

Dienstag, 24. Dezember 2013

4 Hochzeiten, 1 Traumreise

Wir sitzen gelangweilt am Standesamt und warten, dass wir aufgerufen werden. Da aber noch ein paar Paare vor uns sind und wir in den letzten Nächten kaum geschlafen haben, geht uns bald der Gesprächsstoff aus, also streife ich meine Runden im Gebäude. Und was seh ich da?
Mitten im Standesamt hängen Werbungen und Anzeigen für eine TV-Sendung, wo sich Brautpaar hinwenden können, wenn sie wollen, dass ihre Hochzeit bis auf das letzte Fitzelchen filmisch nicht nur der gesamten deutschsprachigen TV-Landschaft preisgegeben wird, sondern auch noch von mehr als qualifiziertem Personal, anderen Bräuten, in alle Kleinigkeiten beurteilt wird. Ja, ich sehe diese Sendung auch, es ist eine Mischung aus Belustigung, Ideensammlung und Ablästern, dass das nie klappen wird, oder echt schlecht organisiert ist. Aber oftmals tun mir diese Brautpaar einfach nur Leid, denn man sieht das Individuelle, auf das sie stolz sind, das ihnen wichtig ist, und da es aber nicht ins Konzept einer "normalen" Hochzeit passt, wird es von den anderen Bräuten oder dem Off-Kommentator zerrissen. Oder, was auch immer wieder kommt: wenn sie dann zu regelkonform ist, dann werden Vorwürfe laut, sie sei nicht originell genug und hätte keinen persönlichen Touch. Egal wie mans hier macht, das zu gewinnen ist ein Glückspiel und hat viel mit Sympathie zu tun und damit, dass es in nahezu jeder Sendung diese gewisse eine Braut gibt, die alle anderen aus Prinzip ganz schlecht beurteilt und von den anderen fairen Bräuten dann allerdings die erforderliche Punktezahl für ihren Gewinn bekommt. Abschließend dann noch ein unschuldiges "Damit hätte ich nie gerechtet!" und schon geht's ab in traumhafte Flitterwochen und zurück bleiben fair beurteilende Bräute, die wegen ihrer Nettigkeit nicht gewinnen konnten.
Und da ich auch so eine Braut bin, die mal jedem Kleid 10/10 Punkten geben würde, denn immerhin weiß ich, wie kacke es ist, so was auszusuchen, hätte ich bestimmt keine Chance. Und jede Braut, die sich über die Geschmäcker der Gäste den Kopf zerbrochen hat, wird wohl fairerweise von mir auch 10/10 Punkten fürs Essen bekommen. Und dass jede einzelne Zeremonie mit Herzblut und viel Liebe durchdacht und geplant ist, würde bei mir auch für jede mitmachende Braut 10/10 Punkten bringen... Also bin ich definitiv nicht zum Gewinnen geeignet, ganz unabhängig von meiner eigenen Hochzeit.
Jetzt mal ganz abgesehen davon, dass ich nicht will, dass sämtliche Leute mit Kabelanschluss meine Hochzeit sehen können...
Also gehe ich verschlafen meine Runde im Standesamt fertig, setze mich zu meinem Schatz, lege den Kopf auf seine Schulter und frag ihn ganz keck "Hase, wolln wir bei 4 Hochzeiten - 1 Traumreise mitmachen? Da hängt Werbung dafür!" Als Antwort bekomme ich die erwartete entsetzte Frage "Meinst du das ernst?" Und wieder weiß ich, dass wir genau gleich denken...

Montag, 23. Dezember 2013

Wenn die Technik dich wahnsinnig macht

In unserer Stadt ist es leider so: einen standesamtlichen Hochzeitstermin an einem Samstag zu bekommen ist ein großes Glückspiel, denn für alle ~ 1,75 Millionen gemeldeten Bewohner gibt es tatsächlich nur ein einziges Standesamt, das Samstags Termine vergibt und davon tatsächlich nur 4 pro Samstag! Ich bin kein Statistiker und kein Mathematiker aber ich hab irgendwie das Gefühl, dass es da ein wenig Streit drum geben könnte... und als ob das noch nicht lustig genug wäre, werden diese Termine genau um Mitternacht je 6 Monate vor dem eigentlichen Termin online freigeschalten. Zugegeben, das hat mich irgendwie an meine Studienzeit erinnert, als ich auch regelmäßig Punkt Mitternacht am PC gesessen bin und ständig F5 geklickt hab, bis es endlich möglich war, mich für einen Kurs oder eine Prüfung anzumelden. Also war ich es ja irgendwie schon gewohnt und da ich eine kleine Nachteule bin, war die Uhrzeit für mich auch kein Problem.
Gut, also mal ganz gemütlich um 23:45 den PC einschalten. Sobald er hochgefahren ist, will ich die Seite öffnen, doch halt, meine Maus ist futsch, sie reagiert nicht. Ein schneller Blick und es war klar, die Batterie ist leer. (gut, dass ich alles kabellos hab...) also schnell neue Batterien suchen, selbstverständlich war in der Schachtel nur noch eine, woher jetzt die andere nehmen? Die Fernbedienung muss dran glauben. Doch halt, die hat andere Batterien drin. Also schnell nachgedacht und die Esszimmeruhr geplündert. Gut, 2 neue Batterien, die Maus funktioniert wieder. Doch aus welchem Grund auch immer will mein PC nicht, wie ich es will. Inzwischen ist es schon nach 23:50. Sicherheitshalber bitte ich meinen Liebsten, seinen PC auch hochzufahren, man kann ja nie wissen. Tatsächlich kämpfe ich die nächsten 10 Minuten mit sämtlichen Methoden, um endlich online zu kommen, aber sowohl mein PC, als auch das Netzwerk können mich offensichtlich heute Nacht nicht leiden. Gut, dass der zweite PC schon online und inzwischen auch auf der richtigen Seite ist. Nach ein paar Mal F5 klicken erscheint auch tatsächlich um 00:00 die Möglichkeit die vier Termine anzuklicken. Unsere Wunschzeit angeklickt, doch was muss ich sehen? Mein Schatz ist ein Zocker und kann mit Kontrollern, Maus und den Tasten w, a, s und d wohl besser umgehen, als jeden, den ich kenne, doch im Tippen ist er echt langsam. Also hab ich seine Tastatur an mich gerissen und ganz schnell die erforderlichen Daten eingegeben. Es erscheint der Bildschirm "Danke für ihre Reservierung, sie bekommen ein Bestätigungsmail". Hm, doch wir bekommen kein Mail. Inzwischen ist es 00:02. Um 00:03 sind schon 3 von 4 Terminen vergeben und nur eine Minute später sind alle 4 verfügbaren Termine an unserem Wunschdatum bereits reserviert. Bestätigungsmail haben wir aber immer noch nicht erhalten. Wir wissen also nicht, ob wir nun unseren Wunschtermin haben oder nicht. Die sozialen Netzwerke lenken uns die nächsten 1,5 Stunden ab, dann gehen wir schlafen, immer noch ohne Mail. Ein wenig nervös kontaktieren wir unsere Weddingplanerin am nächsten Tag, von der bekommen wir den Tipp am Montag in der früh gleich hinzufahren und nachzufragen. Also die nächsten 2,5 Tage zittern. Dort dann die Erlösung: Die Reservierungsbestätigungen werden tatsächlich noch händisch per Mail verschickt, unser Wunschtermin ist auf unsere Namen reserviert, also passt alles... Danke Technik, danke Modernisierung... 3 Tage Angst und leichte Panik hab ich nun hinter mir, aber jetzt kann ich endlich gut schlafen...

Sonntag, 15. Dezember 2013

Darf ich kalte Füße bekommen?

Ich liebe meinen Schatz! Ich liebe ihn seit über 10 Jahren, wir leben seit 8 Jahren zusammen, kennen uns seit 16,5 Jahren und er ist sowohl meine erste als auch jetzt meine größte Liebe! Ich will ihn auch heiraten, das wollte ich immer schon. Aber da er bisher an seinem Lebensplan geklammert hatte und sich alles so ewig lang hinauszog, schien die Hochzeit immer unrealistischer und ich verlor mich in meinen Phantasien, die ja doch niemals wahr werden würden.
Doch wie ihr ja wisst, ist es doch wahr geworden, er will mich heiraten und das schon an unserem nächsten Jahrestag. Also haben wir begonnen, unsere Gedanken und Vorstellungen zu Papier zu bringen, haben über die unterschiedlichsten Themen gesprochen und dann schließlich unseren Plan an einen Profi abgegeben, der uns nun die Hochzeit organisiert.
Joa, so weit so gut. In dieser Phase hab ich mich sehr wohl gefühlt und war mir größtenteils auch immer sehr sicher. Doch nun wird es fix. Wir haben mit der Kirche und dem Pfarrer gesprochen, unsere Weddingplanerin hat Termine mit Floristen, Location, usw. ausgemacht und die Familie tratscht das Ereignis bereits herum.
Und dann kamen die Einladungskarten. Mit den Texten, den Worten und dann den Adressen sammeln wurde es irgendwie ernst. Wenn die Einladungen raus sind, sind weit über 100 Menschen informiert. All diese Menschen kennen dann den Ort und den Termin. Wir sind damit eine Verpflichtung eingegangen, an diesem Tag zu erscheinen und bitten all diese vielen Menschen ebenfalls zu kommen...
und auf einmal habe ich kalte Füße. Nicht im bildlichen Sinn, sondern wirklich. Bei dem Gedanken frieren auf einmal meine Hände, meine Nasenspitze wird eiskalt und meine Füße schwitzen kalt! Sie sind so eisig und doch feucht, ein Gefühl, das mir zugegeben fremd ist. Und jetzt weiß ich auch, was damit gemeint wird, die Braut hat kalte Füße...
aber darf ich kalte Füße haben? Es ist doch genau das, was ich immer wollte! Wollte ich das wirklich? Oder hab ich mich nur in eine Phantasiewelt verliebt, die für mich keine Gefahr bedeutete, weil es für mich ohnedies sicher war, dass es nie geschehen wird? Ähnlich wie bei einem Tattoo: Man freut sich darauf, malt sich die Positionen und das Bild aus. Man plant gedanklich den Tätowierer und sucht sich ein Datum und in all der Zeit gibt es nur ein Gefühl, die Freude. Doch dann auf einmal soll der Termin tatsächlich stattfinden, es ist nicht mehr nur ein schöner Gedanke, sondern der Schrecken der Realität holt mich ein.
Nein, ich bin mir sicher, ich will ihn heiraten! Ich bin mir nur nicht mehr so sicher, ob ich ihn wirklich so heiraten will, ob mir das ganze nicht ein wenig zu viel wird... vielleicht was es doch keine gute Idee, die ganze Familie und den Freundeskreis einzuladen, denn das macht mir Bauchweh...

Freitag, 13. Dezember 2013

Weg ist das Transportauto

Eine Sache, die schon lange geklärt schien, war die Frage des Transportes. Erfreulicherweise haben wir einige Freunde mit wirklich schicken Autos und da ich gegen einen Transport mit von Pferden gezogenen Kutschen bin, haben wir mal so herumgefragt, ob uns jemand fahren würde. Und sogar unser Traumauto bekamen wir zur Verfügung, als war das für uns ein abgehackter Punkt, um den wir uns nicht mehr kümmerten. Das Auto ist sehr schön anzusehen und ist gleichzeitig so groß, dass ich mit dem Reifrock inkl. Riesenkleid drin Platz hab.
Doch auf einmal wird herumgedruckst, Treffen werden spontan abgesagt, die verschobenen Treffen werden nie nachgeholt. Auf Nachfragen bekommen wir keine klaren Aussagen, es ist allgemein eine richtige wischi-waschi-Situation. Den Grund erfahren wir leider nie, obwohl wir nachfragen heißt es immer nur, es sei ja eh nichts, man wäre nur zu beschäftigt. Und weil wir so ein schlechtes Gefühl im Bauch haben, stellen wir die Frage direkt heraus: Werdet ihr bei unserer Hochzeit sein?
Die Antwort ist ein klägliches Nein, es liegt am Partner, der habe uns die Freundschaft gekündigt; weder wir noch der Autobesitzer wissen, wieso und auf Nachfragen bekommen wir keine Antwort. Also wurde uns die Freundschaft gekündigt, ohne, dass wir je erfuhren, wieso und zudem mussten alle sämtlichen Kontakte auch abgebrochen werden, was zwangsläufig dazu führt, dass wir zusätzlich zu 2 guten Freunden auch unseren Hochzeitstransport verloren haben und nun schnell nach einer Alternative suchen müssen...