Wir haben über Junggesellenabende gesprochen. Natürlich haben wir über JGA gesprochen. Das ist ein heikles Thema, denn dank Hang over wissen wir, was alles auf JGA geschehen kann. Zugegeben, dass bei uns ein Tiger oder Mike Tyson eine Rolle spielen würde, zweifel ich eher an, aber die Sache mit den Strippern u.Ä. ist schon etwas, das mir am Herzen liegt. Aber wir haben schon vor Jahren mal darüber gesprochen und haben es auch im Zuge der Hochzeitsvorbereitungen natürlich nochmal thematisiert. Das war wieder mal eine Situation, die mir gezeigt hat, dass wir wirklich gleich denken: Anschaun ist erlaubt, Körperkontakt ein absolutes No-Go!
Allgemein sind wir draufgekommen, so richtig wichtig ist uns das nicht und wir haben nicht einen einzigen Cent dafür gespart oder in unserer Planung eingerechnet. Eigentlich will keiner von uns beiden einen JGA, wir können gern darauf verzichten.
Doch wieder mal ist es unser Umfeld, das uns zu dieser Tradition überredet bzw.
nötigt. Nein, nötigen ist ein zu negativ behaftetes Wort, sagen wir überredet. Und da geht's schon los: Unsere Freunde, sowohl männlich, als auch weiblich scheinen ganz genaue Vorstellungen über den perfekten JGA zu haben, man weiß offensichtlich ganz genau, wo das stattfinden kann, wer eingeladen werden soll, und welche Attraktionen dabei sein müssen. Das große Erstaunen in allen Gesichtern: Wir haben uns ausgemacht ohne Körperkontakt, es scheint, das wird nicht wirklich respektiert.
Zwar hoffe ich inständig, dass kein Stripper meinen JGA "veredeln" wird, aber wenn, dann werde ich einfach die Mädels auf den berüchtigten Stuhl setzen, die sich so sehr wünschen, dass ich auf meinem eigenen JGA einen selbigen auftreten lasse. Dann sind sie glücklich und ich werd schon meinen Spaß haben, wenn ich mit meinen Mädels fort bin, da brauch ich kein Entertainmentprogramm. Denn wenn ich ins Bett gehe, teile ich dies mit dem Menschen, den ich mein Leben lang an meiner Seite haben will!
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