Samstag, 4. Januar 2014

Die Sache mit dem Vegansein

Seit nun ~ 2 Jahren ernähre ich mich vegan, nicht komplett strickt und hardcore, aber es ich fühl mich damit einfach wohler. Zum einen macht es mir mein Leiden mit meiner Stoffwechselerkrankung leichter und zum anderen vertrage ich schlichtweg keine Tiermilchprodukte. Natürlich gibt es dann noch die ökonomischen und ökologischen Gründe, die mir meine Ernährungsform bestätigen, aber das tut hier eigentlich auch nichts zur Sache, denn der Grund für diesen Post ist wieder mal die liebe Gästeschar.
Für meinen Liebsten ist meine Ernährung niemals Thema gewesen. Hatte er Lust, hat er mitgegessen, hatte er keine Lust dann eben nicht. Manchmal kocht er für mich vegan, manchmal haut er sich in seine Portion was Tierisches rein. Wir leben im Grunde eine ganz unkomplizierte omnivore-vegane Lebensgemeinschaft, wie man uns in Fachkreisen bezeichnen würde.
Und genau so wie unser Alltag inklusive Nahrungsaufnahme ist, wollten wir selbstverständlich auch unsere Hochzeit gestalten. Extra für die Skeptiker habe ich Gerichte ausgesucht, die ohne Ersatzprodukte auskommen, sondern die eben einfach jeder Mensch essen kann, denn Spinat, Pesto Sauce, Gemüsesuppe mit Einlage oder Ähnliches kennt doch wirklich jeder und es bedarf da auch keinerlei Deklaration.
Interessanterweise kamen die ersten Kommentare zu unserem Speiseplan dann aber von Omnis: Ob das denn sein muss, ob ich nicht mal an dem einen Tag darauf verzichten könne und was denn so schlimm dabei sei, an dem einen Tag mal nicht mein komisches Essen zu essen.
Die Tatsache, dass ich meine eigene Hochzeitsnacht weder mit Blähungen, noch mit Arthritisschüben verbringen will, scheint hier total nebensächlich zu sein. Genauso wie die Tatsache, dass sich mein Liebster seine Gerichte ausgesucht hat, also der Bedarf an Fleisch, Käse und Ei ohnedies bei unserem Buffet gedeckt werden kann. Aber wieder mal geht es den Gästen nicht um die beiden Hauptakteure, sondern um ihr eigenes leibliches Wohl. Also ob die merken würden, ob der Schokoladebrunnen nun vegan oder eben nicht sein wird... schmeckt doch eh beides gleich...

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