Das kommt davon, wenn man sich einen Pater aussucht, der hauptsächlich mit Jugendlichen arbeitet und auch mich in meiner Jugend "gefunden" hat.
Wir hatten nun mal das formelle Gespräch mit dem Trauungspater, bei dem sämtliche Abläufe, wichtige Punkte usw. besprochen werden. Nach ca. einer Stunde nettem Geplauder über Hochzeiten, Familiengeschehnisse, Vergangenheit und was sonst noch in den Sinn kam , schlossen wir das formelle ab und gingen in den Garten, wo wir bei Zigaretten und Bier/ Wein die nächsten Stunden über alles mögliche quatschten. Es ging um Beruf, um verflossene Lieben, um die Schulzeit, um Urlaube, um unsere Spleens und eigentlich alles, was ich mit Freunden sonst auch bequatschen würde. Um 22 Uhr machten wir uns langsam auf, nach Hause zu fahren und verabschiedeten uns nicht nur von unserem Trauungspriester, sondern vielmehr von einem ganz lieben Freund, den ich schon seit 14 Jahren kenne.
Dienstag, 29. April 2014
Samstag, 19. April 2014
Die Sitzordnung
Nachdem die Gästeanzahl nun ziemlich fix ist, haben wir schon mal proformerhalber einen Sitzplan gestaltet. Das hat sich aber als wesentlich schwieriger herausgestellt, als gedacht. Da wir mit runden Tischen und einer einzigen Tafel arbeiten, haben wir versucht, die einzelnen Tische so zu besetzen, dass Familien, Freudeskreise und Themengebiete zu einander passen. Wir sind sage und schreibe 3 Stunden an dem Plan gesessen und sind immer noch nicht zu frieden. Was mach ich bitte mit einer Person, wenn 8 Leute auf einen Tisch passen, es aber 9 zu ein und dem selben Freundeskreis passende Menschen gibt?
Und alles wird sich nochmal ändern, wenn dann jemand doch nicht kommen kann...
Und alles wird sich nochmal ändern, wenn dann jemand doch nicht kommen kann...
Freitag, 18. April 2014
Jetzt wird die Verwandtschaft sauer auf einander
Nachdem nun die genaue Gästezahl bekannt ist und einige Verwandte ja nicht kommen werden, geht es langsam die Runde und sorgt für einigen Zündstoff... Dass auch Leute nicht kommen werden, die zu dem Zeitraum schon einen Urlaub fix gebucht hatten, scheint für andere Verwandte eine echte Enttäuschung zu sein. Auch die Sache mit dem Familienstreit sorgt für viel Trubel, weil natürlich viele, zu denen ich mich selbst auch zähle, nicht verstehen, warum die Zwistigkeiten nicht für einen einzigen Tag beiseite gelegt werden können. Jetzt hab ich also zusätzlich zu dem Familienstreit auch noch böses Blut im Verwandtenkreis, weil einer auf den anderen sauer ist.
Ich selber finde es natürlich schade, aber ich kann auch verstehen, wenn der Urlaub schon angezahlt wurde, würde ich glaub ich auch nicht stornieren. Bezüglich des Zusammenreißens wegen eines Streites bin ich aber, wie eh schon mal gepostet schwer enttäuscht und das wird auch bestimmt Nachwirkungen haben, denn mein Vertrauen ist grundlegend enttäuscht.
Ich selber finde es natürlich schade, aber ich kann auch verstehen, wenn der Urlaub schon angezahlt wurde, würde ich glaub ich auch nicht stornieren. Bezüglich des Zusammenreißens wegen eines Streites bin ich aber, wie eh schon mal gepostet schwer enttäuscht und das wird auch bestimmt Nachwirkungen haben, denn mein Vertrauen ist grundlegend enttäuscht.
Donnerstag, 17. April 2014
Mein Kleid ist noch nicht da - das meiner Trauzeugen schon
Zeitgleich haben meine Trauzeugin und ich unsere beiden Kleider beim selben Designer vor über 2 Monaten bestellt. Zwar hab ich noch genug Zeit und es hieß auch 2-3 Monate Wartezeit, aber sehr verwundert hat es mich nun doch, als ich die Meldung bekam, das Kleid meiner Trauzeugin sei schon da. Immerhin handelt es sich um eine Lieferung aus Amerika, wäre es da nicht sinnvoll gewesen, beide Kleider zeitgleich zu schicken? Anscheinend ist mein Kleid schon unterwegs, d.h. es sollte ebenfalls bald da sein, ich finde, da hätte man im Sinne des ökologischen Fußabdrucks schon darauf achten können, nur eine Lieferung und somit weniger Umweltbelastung, sowie Lieferkosten zu riskieren.
Mittwoch, 16. April 2014
Standesgemäßes Auto
Ich hab hier ja schon mal berichtet, dass mein Liebster mich ursprünglich mit einem Minivan zur Hochzeit bringen lassen wollte. Abgesehen davon, dass ich selbst das Auto fahren hätte müssen, da mich ansonsten niemand hätte fahren können, wäre es wohl auch nicht gerade schön gewesen, wenn ich zu spät gekommen wäre, weil ich noch einen Parkplatz hätte suchen müssen.
Jetzt aber habe ich einen schönen Wagen in Aussicht inklusive Fahrer, das macht das Leben schon viel einfacher.
Denn jetzt werde ich von einem 67er Bentley mit Fahrer zu Hause abgeholt, kann mich während der Fahrt entspannen und standesgemäß hübsch aus einem tollen Auto aussteigen, wenn alle Augen auf mich gerichtet sind. Und zudem wird das Auto bestimmt auch auf den Hochzeitsfotos schön aussehen. Zumindest besser, als der Minivan...
Jetzt aber habe ich einen schönen Wagen in Aussicht inklusive Fahrer, das macht das Leben schon viel einfacher.
Denn jetzt werde ich von einem 67er Bentley mit Fahrer zu Hause abgeholt, kann mich während der Fahrt entspannen und standesgemäß hübsch aus einem tollen Auto aussteigen, wenn alle Augen auf mich gerichtet sind. Und zudem wird das Auto bestimmt auch auf den Hochzeitsfotos schön aussehen. Zumindest besser, als der Minivan...
Dienstag, 15. April 2014
Wenn die anderen nervöser sind als du
Für mich ist im Grunde alles geklärt und seit meinem Entschluss, die Hochzeit von unserer Weeddingplanerin bzw. meinem Liebsten planen und organisieren zu lassen, geht's mir irgendwie total gut. Ich kann den Mann meiner Träume ehelichen und um den Rest kümmern sich andere, die ihr Handwerk gut verstehen, also kanns ja in Wirklichkeit nur gut gehen.
Erstaunlicherweise bemerke ich in den letzten Wochen vermehrt, dass mein Umfeld richtig nervös wird. So hab ich von meiner Frisöse erfahren, wie aufgeregt meine Schwester ist und auch von anderen Seiten erfahre ich immer mehr über die Gäste und deren Nervosität. Mein Vater hat es neulich dann aber auf den Punkt gebracht, als er meinte, dass anscheinend alle anderen weit nervöser sind, als ich selber. Zwar verwundert es mich ein wenig, denn ich war bisher bei keiner anderen Hochzeit nervös, also kann ich es nicht so ganz nachvollziehen, aber ich habe beschlossen, mich nicht fertig machen zu lassen. Und so obliegt es jetzt meiner Aufgabe, meine Gäste ein wenig zu beruhigen... wegen meiner eigenen Hochzeit...
Erstaunlicherweise bemerke ich in den letzten Wochen vermehrt, dass mein Umfeld richtig nervös wird. So hab ich von meiner Frisöse erfahren, wie aufgeregt meine Schwester ist und auch von anderen Seiten erfahre ich immer mehr über die Gäste und deren Nervosität. Mein Vater hat es neulich dann aber auf den Punkt gebracht, als er meinte, dass anscheinend alle anderen weit nervöser sind, als ich selber. Zwar verwundert es mich ein wenig, denn ich war bisher bei keiner anderen Hochzeit nervös, also kann ich es nicht so ganz nachvollziehen, aber ich habe beschlossen, mich nicht fertig machen zu lassen. Und so obliegt es jetzt meiner Aufgabe, meine Gäste ein wenig zu beruhigen... wegen meiner eigenen Hochzeit...
Montag, 14. April 2014
Einer der letzten Termine mit der weddingplannerin
Alle Zeichen deuten auf "go", alles rennt seine Bahnen, alles läuft seinen Gang, kurzum, die Hochzeit ist mehr oder weniger fertig. Mit der Weddingplanerin haben wir nun die letzten Feinheiten geklärt, es gibt zwar noch ein wenig zu tun, aber ich denke, das sollte sich gut in den nächsten 10 Wochen erledigt sein. Das heißt wir starten nun offiziell in den Endspurt und langsam aber sicher wird es ernst. Ich glaub, so richtig komm ich aus der Sache nicht mehr heraus. Nicht, dass ich das wollte, aber nur so ein kleiner Gedanke.
Nein jetzt mal im Ernst, natürlich freu ich mich darauf, seine Frau zu werden, aber je näher der Termin rückt, desto ernster kommt mir das alles vor. Umso mehr bin ich wieder mal froh darüber, dass ich Hilfe von einer professionellen Weddingplanerin habe, die alles organisiert, denn ich muss mich jetzt nicht darum kümmern, wann wer die Tische deckt, die Gläser besorgt, die Dekosachen zur Floristin gebracht werden, die Servietten gefaltet, wann wer welchen Blumenschmuck bekommt usw. das wird alles erledigt, also bleibt mir nichts übrig, als mich zurückzulehnen und zu heiraten. Das ist in meinen Augen eh schon genug Verantwortung.
Nein jetzt mal im Ernst, natürlich freu ich mich darauf, seine Frau zu werden, aber je näher der Termin rückt, desto ernster kommt mir das alles vor. Umso mehr bin ich wieder mal froh darüber, dass ich Hilfe von einer professionellen Weddingplanerin habe, die alles organisiert, denn ich muss mich jetzt nicht darum kümmern, wann wer die Tische deckt, die Gläser besorgt, die Dekosachen zur Floristin gebracht werden, die Servietten gefaltet, wann wer welchen Blumenschmuck bekommt usw. das wird alles erledigt, also bleibt mir nichts übrig, als mich zurückzulehnen und zu heiraten. Das ist in meinen Augen eh schon genug Verantwortung.
Sonntag, 13. April 2014
Der Herr trägt Cut
Passend zu meinem Brautkleid hat sich mein Liebster etwas einfallen lassen, was mir ein Glitzern in meine Augen gezaubert hat. Er möchte nämlich tatsächlich einen Cut tragen. Für alle, die wie ich bis vor Kurzem, diesbezüglich uninformiert sind, ein Cut ist die Tagesform des edlen Fracks, sieht ihm auch recht ähnlich ist aber wesentlich abgerundeter und sorgt so für einen eleganten Tageslook.
Da sein Trauzeuge geschäftlich nicht im Lande war, hatte ich die Ehre, meinen Zukünftigen zu seiner ersten Anprobe zu begleiten und kam aus dem Lächeln gar nicht mehr heraus. Vom Anziehen des Hemdes bis zum Schluss lächelte ich willkürlich ununterbrochen, so ein Anzug macht schon echt viel her. Und obwohl mein Baldiger ohnedies ein sehr schneidiger und fescher Mann ist, hat dieses Outfit ihn noch um eine Stufe höher erhoben.
Ich freu mich auf jeden Fall schon wie ein kleines Kind auf den Tag an dem ich ihn in diesem Anzug das Ja-Wort geben werde.
Da sein Trauzeuge geschäftlich nicht im Lande war, hatte ich die Ehre, meinen Zukünftigen zu seiner ersten Anprobe zu begleiten und kam aus dem Lächeln gar nicht mehr heraus. Vom Anziehen des Hemdes bis zum Schluss lächelte ich willkürlich ununterbrochen, so ein Anzug macht schon echt viel her. Und obwohl mein Baldiger ohnedies ein sehr schneidiger und fescher Mann ist, hat dieses Outfit ihn noch um eine Stufe höher erhoben.
Ich freu mich auf jeden Fall schon wie ein kleines Kind auf den Tag an dem ich ihn in diesem Anzug das Ja-Wort geben werde.
Samstag, 12. April 2014
Gäste wieder ausladen
Dass ich das mal machen muss, hätte ich mir nie im Traum gedacht. Nachdem der familiäre Streit nun endgültig eskaliert ist, habe ich mal bei einer Partei nachgefragt, ob sie es schaffen würden, den Streit einen Tag mal beiseite zu legen, um gemeinsam ein schönes Fest feiern zu können. Selbstverständlich hätte ich mit der Sitzordnung für einen weiten Abstand gesorgt und bei rund 100 Leuten wird sich ja wohl die Möglichkeit ergeben, einander aus dem Weg zu gehen.
Doch was ich als Antwort bekam, schoss tatsächlich jeden Vogel ab:
Man sei im Juni wahrscheinlich sehr beschäftigt, hätte viel zu tun, nein, nein es hänge nicht mit dem Familienstreit zusammen, man hätte nur viel um die Ohren. Eventuell würde man vielleicht zur Kirche vorbeischaun, aber wahrscheinlich eher nicht.
Nachdem ich das Gespräch mal kühl beendet habe, brach eine Sturzflut über mich herein. Nicht die Absage an sich, hat mich getroffen, natürlich kann nicht jeder geladene Gast auch tatsächlich kommen, aber die Art und Weise, wie ich abserviert wurde. Als wäre ich eine Ausstellung, die man sich nun doch nicht ansehen wolle, weil es doch nicht interessant klingt.
Für mich sind diese lieben Verwandten nun endgültig passé, ich bin zu tiefst verletzt und kann einfach nicht verstehen, wie sie die letzten knapp 30 Jahre einfach wegwerfen, zumal ich in die Sache ja nicht mal direkt involviert bin.
45 durchgeweinte Minuten später hab ich mich dann entschlossen, dass es wohl das beste sei und hab versucht meine Gedanken zu ordnen. Sehr hilfreich dabei waren dann einige liebe Menschen, die alle den selben Tonus angeschlagen haben:
Wenn ich es ihnen nicht wert bin, dass sie ihren Streit einen einzigen Tag mal ad acta legen, dann sind sie es nicht wert, bei meiner Hochzeit zu sein.
Und so hab ich dann einen Entschluss gefasst: Alle Störenfriede, jeder, der Unruhe stiftet und unser Fest der Liebe zu seinen privaten Zwist nutzen könnte, wird kurzerhand einfach ausgeladen. Und so hab ich gleich im Anschluss wieder zum Telefon gegriffen und den Verursacher des Disputs mal eben ausgeladen. Frecherweise bekam ich dann als Antwort, er wäre ohnedies nicht gekommen. Achso, dann hat er mich nur mal eben warten lassen, für ihn reservieren, decken, usw. aber gekommen wäre er nicht?
Nein danke, dieser Platz bleibt nicht leer, sondern die Tischordnung wird einfach so umgestellt, dass es ohne ihn passt! Bleibt wenigstens mehr Platz für die für meinen Geschmack ohnehin zu kleine Tanzfläche!
Doch was ich als Antwort bekam, schoss tatsächlich jeden Vogel ab:
Man sei im Juni wahrscheinlich sehr beschäftigt, hätte viel zu tun, nein, nein es hänge nicht mit dem Familienstreit zusammen, man hätte nur viel um die Ohren. Eventuell würde man vielleicht zur Kirche vorbeischaun, aber wahrscheinlich eher nicht.
Nachdem ich das Gespräch mal kühl beendet habe, brach eine Sturzflut über mich herein. Nicht die Absage an sich, hat mich getroffen, natürlich kann nicht jeder geladene Gast auch tatsächlich kommen, aber die Art und Weise, wie ich abserviert wurde. Als wäre ich eine Ausstellung, die man sich nun doch nicht ansehen wolle, weil es doch nicht interessant klingt.
Für mich sind diese lieben Verwandten nun endgültig passé, ich bin zu tiefst verletzt und kann einfach nicht verstehen, wie sie die letzten knapp 30 Jahre einfach wegwerfen, zumal ich in die Sache ja nicht mal direkt involviert bin.
45 durchgeweinte Minuten später hab ich mich dann entschlossen, dass es wohl das beste sei und hab versucht meine Gedanken zu ordnen. Sehr hilfreich dabei waren dann einige liebe Menschen, die alle den selben Tonus angeschlagen haben:
Wenn ich es ihnen nicht wert bin, dass sie ihren Streit einen einzigen Tag mal ad acta legen, dann sind sie es nicht wert, bei meiner Hochzeit zu sein.
Und so hab ich dann einen Entschluss gefasst: Alle Störenfriede, jeder, der Unruhe stiftet und unser Fest der Liebe zu seinen privaten Zwist nutzen könnte, wird kurzerhand einfach ausgeladen. Und so hab ich gleich im Anschluss wieder zum Telefon gegriffen und den Verursacher des Disputs mal eben ausgeladen. Frecherweise bekam ich dann als Antwort, er wäre ohnedies nicht gekommen. Achso, dann hat er mich nur mal eben warten lassen, für ihn reservieren, decken, usw. aber gekommen wäre er nicht?
Nein danke, dieser Platz bleibt nicht leer, sondern die Tischordnung wird einfach so umgestellt, dass es ohne ihn passt! Bleibt wenigstens mehr Platz für die für meinen Geschmack ohnehin zu kleine Tanzfläche!
Termin, um die letzten Dinge zu besprechen
Da war sie, die erschreckende Mail, die mich daran erinnerte, dass es nun wirklich nicht mehr lange dauern würde: Die Weddingplannerin schreibt und bittet um ein Treffen, um die letzten Dinge zu besprechen und klären. Nun ja, zugegeben, da sind noch so einige Sachen unerledigt, auch wenns im Grunde schon passt. 2,5 Monate lang ist noch Zeit, eigentlich genug, um noch was zu finalisieren, aber es klingt schon verdammt eng. Zumal davor noch so viele andere Dinge zu erledigen sind... langsam mischt sich zu der fehlenden Motivation und dem Hochzeitsfrust ein wenig Zeitdruck...
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