Donnerstag, 27. März 2014

Die Zeit vergeht und wird anhand Videos festgehalten

Da nun immer mehr meiner videographischen Erinnerungen dank häufigem Anschaun sehr an ihrer Qualität einbüßen müssen, habe ich mal eben beschlossen, langsam aber sicher alles zu digitalisieren und auf eine riesige externe Festplatte zu spielen. Doch was ich dabei gesehen habe, hat mich ziemlich stutzig gemacht. Natürlich bin ich mir im Klaren, dass sich der Körper innerhalb von 13 Jahren noch stark verändert, vor allem, wenn die ersten Jahre noch in der Jugendzeit stattfinden, aber wie gravierend die Unterschiede zwischen unseren ersten Videoaufnahmen als Paar und unserem Jetztzustand sind, hat mich doch extrem verblüfft. Die Gefühle dazu waren ebenfalls sehr diffus, denn obwohl ich mich ein wenig nach unserer Jugend zurücksehne und mit Freude an die damaligen Ereignisse zurückdenke, würde ich um nichts in der Welt mit meinem heutigen Ich tauschen wollen.
Und all das hat mich zum Nachdenken gebracht. Ich hatte so vieles von den letzten Jahren schlichtweg vergessen und bin nun wirklich am Überlegen, ob ich für die Hochzeit nicht doch einen Videographen einstellen sollte. Zwar finde ich diese Kurzvideos, die in den letzten Monaten so massiv in den sozialen Netzwerken geteilt werden ganz herzig, aber das hat mich noch nie gereizt. Viel mehr aber reizt mich nun der Gedanke, dank der Aufnahmen an vieles von der Hochzeit auch noch nach 20, 30 ja sogar 40 Jahren erinnert zu werden. Ich glaub, ich schau mich mal bei den potentiellen Videographen um.

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