Samstag, 15. März 2014

Die Hormone spielen verrückt

Seit nun knapp einem Monat nehme ich nun schon diese kleinen Tablettchen, die uns bei meinem Problem helfen sollen und die ersten Ergebnisse lassen sich schon sehen: Ich bin so launisch, wie noch nie zuvor. In Absprache mit meinem Arzt hab ich abklären können, dass das ziemlich normal ist und sich nach ein paar Monaten einspielen wird, aber diese Gefühlsachterbahn geht mir schwerst auf die Nerven und manchmal huscht für einen kurzen Moment dieser klitzekleine Gedanke in meinem Kopf, ob mein Schatz mich auch so nervig findet und die Hochzeit abblasen könnte. Diese selbstzerstörerischen Gedanken sind anscheinend typisch und auf Nachfragen hin laut meinem Liebsten total unnötig, aber ich kann dieses Wirrwarr in meinem Kopf einfach nicht abschalten. Die Hormone spielen jetzt offiziell verrückt und ich mit ihnen...

Mittwoch, 12. März 2014

Neue Prioritäten kosten Geld

Vor ca. einem Monat hat sich mein Leben drastisch verändert und damit haben sich auch meine Prioritäten verschoben. Auf einmal dreht es sich nicht mehr um die Hochzeit, sondern nur noch um dieses eine andere Thema. Alles in meinem Leben geht nur noch darum, mein ganzer Tagesablauf ist damit durchzogen und nachts erwisch ich mich beim Lesen von Fachlektüre dazu und seit Neuestem auch auf dazu passenden Onlineshops. Und leider kommt, was kommen muss, ich verliere mich in diesen Shops und klicke immer häufiger auf zahlen... Auch wenn es kein rausgeschmissenes Geld ist, ist es doch im Moment nicht wirklich passend und fehlt uns daher beim Hochzeitsbudget... aber auch wenn ich es weiß und irgendwie ja auch nicht möchte, kann ich mich einfach nicht beherrschen und klicke immer häufiger auf den doofen Bezahlen-button...

Montag, 10. März 2014

Für wen ist diese Hochzeit eigentlich?

Neulich hatte ich mal wieder ein berufliches Gespräch, dank eines sehr guten Verhältnisses wurde es zum Teil mehr ein nettes und persönliches Getratsche. Und dabei kam auch das Thema Hochzeit auf. Und so ganz sind meine Probleme mit der lieben Verwandtschaft nicht verborgen geblieben. Also wurden unterschliedliche Streitpunkte besprochen, was wir für denjenigen machen, was wir für diese machen usw. Und dann auf einmal kam eine Frage, auf die ich zunächst keine Antwort wusste: Für wen ist diese Hochzeit eigentlich?
Auf Schweigen folgte ein unsicheres Stottern, aber einen sinnvollen Satz hab ich trotzdem nicht rausbekommen. Für wen diese Hochzeit ist? Hm, also die Hochzeit an sich ist ja für meinen Liebsten und mich. Aber es stimmt, für wen ist eigentlich dieser Trubel rundherum? Für wen gibt es die Unterhaltung, die vielen Gimmiks, die Goodies, die Geschenke? Eigentlich für die anderen... eigentlich ist meine Hochzeit so aufgebaut, dass sich unsere Gäste wohlfühlen, dass alle Gäste was zu essen haben, dass alle Gäste nette Erinnerungen mitnehmen können, genauso wie Geschenke. Auf unserer Hochzeit gibt es Entertainer, die dafür sorgen sollen, dass unseren Gästen nicht langweilig wird, es gibt eine Fotobooth, die zum Spaß unter den Gästen animiert usw. Unsere Hochzeit ist so aufgebaut, dass unsere Gäste sich wohlfühlen... Irgendwo, keine Ahnung, wann es genau passiert ist, haben wir den eigentlichen Zweck unserer Hochzeit verloren: Das Uns, um das es eigentlich geht...
Das Gespräch hat mich ein wenig wachgerüttelt, ich werde jetzt doch noch einiges ändern, so dass wir uns wohler fühlen und mehr davon haben, immerhin ist es für uns die einzige Hochzeit, die wir selber verleben, während es für unsere Gäste nur eine von vielen ist, die sie besuchen werden.

Samstag, 8. März 2014

Die Hochzeitsfeier interessiert mich nicht mehr

In den letzten Wochen hat es sich schon abgezeíchnet, aber jetzt hat sich mein Gefühl wirklich verfestigt. Mich interessiert die Hochzeitsfeier einfach nicht mehr.
Was mir wichtig ist, ist lediglich die Tatsache, dass ich meinen Liebsten nun ganz offiziell meinen Mann nennen kann, mit ihm vor Gott und dem Staat verbunden bin und dass meine Liebsten das miterleben können. Mehr interessiert mich eigentlich nicht mehr. Das ganze Rundherum, das Tamtam, das ist doch in Wirklichkeit nicht notwendig, für das Brautpaar bedeutet es nur Stress und finanzielle Kosten.
Also hab ich mich von der Planung gänzlich zurückgezogen und meinem Schatz das Feld überlassen. Ich muss sagen, er macht das recht gut, auch wenn es hin und wieder zu einigen Punkten kommt, wo ich schon ein wenig Schmunzeln muss und froh bin, dass unsere Weddingplanerin ihm da aushilft. Auf der anderen Seite bedeutet es aber jetzt auch, dass alles ein wenig mehr larifari vonstatten geht und ein Chaos das nächste ablöst. Wenn mich die Muße packt, geb ich meinen Senf dazu, ansonsten halte ich mich ziemlich zurück, er wird das Ding schon schaukeln.

Donnerstag, 6. März 2014

Verfeindete Familie

Sowohl mein Liebster als auch ich sind Scheidungskinder und haben so je unsere gespaltenen Familien. Das ist bestimmt nicht einfach, denn das Herz hängt an allen Menschen, die ich mag und die mich mögen, blöd nur, wenn sich die dann untereinander nicht ausstehen können. Bei vielen dieser Menschen kann ich mich aber verlassen, dass die uns zu liebe ihre persönlichen Feindschaften für einen Tag ad acta legen können und sich in der Menschenmenge einfach aus dem Weg gehen werden.
Doch leider gibt es aufgrund aktueller Geschehnisse in der Familie und im Freundeskreis auch einige Charaktere, die es aktuell nicht aushalten mit gewissen anderen Personen auch nur im selben Raum zu sein, unabhängig davon, wie groß dieser ist. Die Liebe spielt hier leider auch eine große Rolle, bei Trennungen ist es meist so, dass ein Ex-partner vor dem anderen eine neue Liebe findet, was dem "Zurückgebliebenen" selbst bei friedlicher Trennung einen Stich ins Herz verpassen kann. Nun sind wir also in der prekären Lage, dass uns schon einige Gäste erklärt haben, dass ein Kommen für sie noch nicht sicher sei, aufgrund anderer vorhandener Gäste. Und für die Gäste, die es Aushalten würden müssen wir nun eine Sitzordnung finden, die die Parteien möglichst weit von einander fern hält, was zugegeben nicht einfach ist, da beide in der Regel zum selben Freundes- bzw. Familienkreis gehören... Aber die zusammen zu lassen, würde unweigerlich zu Konflikten führen... und ich weiß schon wieder nicht, wie wir das lösen können... und der Frust steigt immer höher und höher...

Mittwoch, 5. März 2014

Flitterwochen gebucht

Zwar haut bei uns sonst nichts hin, aber da es jetzt günstig ist, haben wir mal beschlossen, unsere Flitterwochen zu buchen. Wohin es geht trau ich mich mal wieder den Verwandten nicht zu sagen, denn es ist, wie sollte es auch sein, kein typisches Flitterwochenziel. Dass wir in der Honeymoonsuite wohnen und wir beide diesen Urlaub zusammen ausgesucht haben, scheint wieder mal nicht wichtig zu sein. Einmal haben wir es kurz erwähnt, wohin wir zu fliegen gedenken und da kamen, natürlich, wieder die Aussagen, die wir schon so oft hören mussten: Das ist aber nicht typisch oder normal. Na geh wollts nicht lieber wohin fliegen, wo man in den Flitterwochen normalerweise hinfliegt?
Ich weiß nicht, aber ich hab nicht das Gefühl, so dermaßen abnormal zu sein. Aber so oft wie wir das jetzt schon gehört haben, da zweifelt man schon mal eben an sich...Schön, dass wenigstens mein Liebster keinen Anstoß an unseren Vorlieben findet...

Montag, 3. März 2014

So schnell kann die selbstorganisierte Agape richtig teuer werden

Um es schlicht zu halten, aber natürlich auch ein wenig Geld zu sparen, haben wir uns entschlossen, die Agape nach der kirchlichen Trauung simpel selbst zu organisieren. Verwandte nehmen Brote mit und Freunde haben sich schon bereit erklärt uns mit Aufstrichen auszuhelfen. Als Unterlage dienen lediglich weiße Papierservietten und das ganze findet, sofern das Wetter mitspielt draußen statt. Klingt alles erstmal sehr günstig.
Doch auf einmal kommen die ganzen Zusatzkosten auf uns zu. Da wir von der Kirche aus keine Möbel für draußen gestellt bekommen, müssen wir auf Mietmöbel zurückgreifen. Ein paar Stehtische und ein Buffettisch mindestens. Dazu kommt, dass es wegen organisatorischen Problemen nicht möglich ist, sich das Geschirr der Pfarre auszuborgen, also brauchen wir auch Mietgeschirr. Da wir bei der Agape noch wesentlich mehr Menschen dabei haben, als bei der eigentlichen Feier, müssen es dementsprechend viele Gläser sein, am besten Wein- und Wassergläser. Wir brauchen große Schüsseln und Kühlboxen für die vielen Flaschen, denn Ende Juni wird es wohl ziemlich heiß. Ach ja, den Wein und das Wasser müssen wir natürlich auch noch besorgen. Bei 150 Erwachsenen kommen einige Weinflaschen zusammen! Und schließlich wollen wir niemanden einteilen, der sich um das ganze Drumherum kümmert, also wird es wohl Personal geben und plötzlich sprechen wir von 600-900€ für die selbst organisierte schlicht gehaltene Agape... hätten wir das von jemanden ausrichten lassen, wärs wahrscheinlich nicht viel teurer geworden...

Sonntag, 2. März 2014

Kurzurlaub für die Seele

Langsam aber sicher dreh ich hier durch. Mein Nervenkostüm wird immer dünner, ich halte kaum noch was aus und hab den dringenden Bedarf einfach nur abzuhauen. Umso schöner, dass ich mit meinem Schatz an diesem Wochenende mal eben kurz im Ausland war. Zwar hat es wie aus Eimern geschüttet und war nicht ganz so, wie wir es uns vorgestellt haben, aber einfach mal für ein Wochenende nicht an die ganzen Verpflichtungen und Co. denken zu müssen war einfach Balsam für die Seele. Wir hatten eine wundervolle Zeit, viel Spaß und Freude. Wir konnten die sinkende Stadt genießen und es war wieder mal ein wundervoll romantische Zeit mit meinem Liebsten.

Samstag, 1. März 2014

Jetzt also doch ein Ringkissen

Ursprünglich hat uns einfach kein Ringkissen gefallen und da wir ohnedies unsere Verlobungsringe nehmen wollen, dachten wir einfach, wir stecken sie ab und an, also brauchen wir auch kein Ringkissen. Geld haben wir dadurch auch wieder gespart und es wäre so, wie wir es wollen.
Jetzt hat aber meine Mutter ein Ringkissen gefunden, mit dem viele Erinnerungen zusammenhängen. Es passt zwar nicht direkt zu einer Hochzeit und mag auch etwas ausgefallen sein, aber es bedeutet mir sehr viel und mein Liebster weiß das auch, also haben wir uns entschlossen, jetzt doch dieses Ringkissen zu nehmen und der Tradition damit zu folgen, wenn auch auf unsere Art und Weise. Welches Ringkissen wir verwenden werden, werde ich übrigens bis zur Hochzeit selbst nicht verraten, das gäbe ganz bestimmt wieder Angriffspunkte und wir müssten uns wieder rechtfertigen...

Donnerstag, 27. Februar 2014

Sag zu oder ab!

Wir haben auf unseren Einladungen eine Deadline angegeben, bis zu der wir um Zu- bzw. Absage bitten, um die weitere Planung angehen zu können. Immerhin freut sich keiner, der unsere Hochzeit mitorganisiert, über eine Zahl, die zwischen sage und schreibe 30 Leuten schwankt! Doch genau so viele Menschen haben sich jetzt kurz vor dem Termin immer noch nicht gemeldet. Theoretisch weiß ich also nicht einmal, ob sie die Einladung überhaupt bekommen haben.
Doch was soll ich jetzt machen? Ist ein Nachfragen unhöflich? Was, wenn ich automatisch annehme, dass keine Antwort einer Absage gleicht, dabei hat die Person gar keine Einladung erhalten - Postwege scheinen für Briefe doch immer wieder sehr beschwerlich zu sein...
Aber was, wenn sich die Person mit dem Nicht-Melden schüchtern und heimlich aus der Affäre ziehen wollte? Dann wäre ein Nachfragen doch ziemlich frech, oder?
Ich glaub ich werde den endgültigen Termin noch abwarten und dann bei den fehlenden Personen/ Familien mal nachfragen... denn es sind nur noch rund 3,5 Monate und langsam würd ichs gern finalisieren...