Freitag, 20. September 2013

Der Brautvater zahlt die Hochzeit

Kennt ihr noch die alten Zeiten, als es für eine Familie besser war, einen Sohn zu bekommen, schon alleine deswegen, weil sie dann keine Aussteuer zur Vermählung geben mussten? Früher zahlten die Brauteltern, in Zeiten des alleinverdienenden männlichen Oberhauptes der Brautvater, die Hochzeit der Tochter und ein wenig ist es in unseren Gedanken ja doch noch geblieben. Auch ich habe in meiner Familie um finanzielle Unterstützung gebeten. Nicht, weil ich mir meine Hochzeit finanzieren lassen will, den größten Löwenanteil zahlen natürlich mein Schatz und ich. Aber wir freuen uns trotzdem über den einen oder anderen Euro, der uns hilft, das Fest wunderbar zu gestalten. Meine Familie legt zusammen und kann uns mit viel mehr als wir erhofft hatten unterstützen und auch die Familie meines Göttergatten greift uns mit Geld ordentlich unter die Arme. Und mein Vater? Den Betrag, den er uns zukommen lässt ist ein wirklich hilfreicher und wir freuen uns sehr über seine Unterstützung, aber ich muss traurig erkennen, dass er für andere Bereiche seines Lebens viel leichter viel mehr Geld ausgibt, ja sogar für eine andere Hochzeit mehr gegeben hat... Bitte missversteht mich nicht, ich bin ihm wirklich dankbar, denn sein Beitrag ermöglicht uns wieder etwas Tolles, aber wenn man sieht, dass dem eigenen Vater die Hochzeit seiner eigenen Tochter im Verhältnis zu anderen Lebensbereichen weniger wert ist, sticht das im Herzen verdammt schmerzvoll... nicht, dass er wo anders mehr Geld reinsteckt, das ist sein gutes Recht, sondern eher, dass andere Dinge ihm wohl wichtiger sind, als ich, seine Tochter...

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